2. Business Dinner - ein Nachbericht

Freitag, 21. September 2012

Bringing strategy to life! Wie überführe ich meine Strategie in operatives Geschäft? – Unter diesem Themenschwerpunkt hat unser 2. Business Dinner am 19. September in Düsseldorf stattgefunden. Gemeinsam mit unserem Partner PricewaterhouseCoopers durften wir die Teilnehmer in den schönen Räumen des Breidenbacher Hofs begrüßen und auf einen kurzweiligen und interessanten Abend hoffen. Und das ist er auch geworden!

Wie schon bei unserem 1. Business Dinner, wurden durch zwei Kurzvorträge Thesen als Diskussionsgrundlage geschaffen, die an den Tischen zu regen Gesprächen geführt haben. So hat Dr. Kneerich, Vertreter von PricewaterhouseCoopers und erster Referent, über die Verbindung operativer und strategischer Planung gesprochen: Die daraus entfachte Diskussion reichte von der Häufigkeit strategischer Planung über die Intensität der Verzahnung mit der operativen Planung bis hin zu der Aussage, operative und strategische Planung könne man gemeinsam durchführen. Der gemeinsame Entschluss, der am Ende gefasst wurde, war dann aber recht eindeutig: Die inhaltliche Strategiearbeit sollte immer losgelöst von der operativen Planung stattfinden. Erst durch diese gedankliche Trennung kann man kreativ an Strategien arbeiten und über den Tellerrand herausblicken. Die Diskussion darüber wurde an den Tischen dann noch fortgeführt: Ob man beide Prozesse zusammenfassen sollte und wie groß die Schnittmenge der strategischen und operativen Planung sei.

Aus dieser Diskussion ist dann noch eine weitere Debatte entstanden – nämlich zu der Qualität strategischer Prozesse. Laut einer Studie von PwC hätten 60% der Unternehmen signifikantes Verbesserungspotential in der Prozessqualität. Was sehr erstaunlich ist, schließlich liegt laut Kneerich in der strategischen Planung der größte Erfolgshebel eines Unternehmens.

Wie dieses Qualitätsdefizit ausgeglichen werden könnte, kann man dem Vortrag von Alexander Zimmermann entnehmen. Nachdem sich die Diskussion als erstes darum drehte, ob durch den Einsatz strategischer Planungssoftware tatsächlich eine Qualitätsverbesserung zu verzeichnen oder ob sogar der Unternehmenserfolg messbar am Einsatz einer Software sei, hat sich der Fokus der Diskussion auf den Inhalt gerichtet: Die einheitliche Meinung aller Anwesenden war, dass die Qualität der strategischen Daten durch den Einsatz von Software deutlich verbessert würde (gerade was die weichen Daten betrifft) und damit auch die Grundlage für strategische Entscheidungen eine bessere wäre. Außerdem zeigte die Diskussion, dass durch die Einführung einer Software der strategische Planungsprozess geschärft würde, weil sich die Strategieverantwortlichen noch einmal grundlegend Gedanken um die Struktur und Planungsinhalte ihrer strategischen Planung machen müssten. Keine konkrete Aussage ließ sich zu der These entlocken, ob sich ein Unternehmen tatsächlich auch erfolgreicher entwickeln würde durch den Einsatz von Software.

Abschließend ist noch ein spannendes Thema aufgekommen: Wie weit lässt sich der strategische Planungsprozess standardisieren? Zimmermann ist der Meinung, aus seiner Erfahrung heraus habe er in vielen Unternehmen eine immer wiederkehrende Struktur und sich ähnelnde Inhalte entdeckt, und das branchen-übergreifend. Was meinen Sie dazu? Wir haben bei XING einen Beitrag dazu veröffentlicht und freuen uns auf Ihre Meinungen!