3. Best Practice Meeting der SOLYP Informatik am 13. Oktober 2016 in Frankfurt am Main: Forming the Future – wie die Schuler AG mit SOLYP3 die Zukunft gestaltet

Montag, 24. Oktober 2016

Einblicke in konkrete Strategieprozesse, ein reger Gedankenaustausch und ein inspirierendes Ambiente – mit diesen Tugenden überzeugte auch das 3. Best Practice Meeting, zu dem sich rund 20 Strategieverantwortliche aus unterschiedlichsten Branchen in der Villa Kennedy in Frankfurt trafen. Thomas Herrlinger, Leiter Strategische Unternehmensentwicklung & Investor Relations der Schuler AG, stellte als Gastredner den Strategieprozess des traditionsreichen Maschinenbauers vor und lud Kolleginnen und Kollegen zur Diskussion ein.


Digitaler Strategieprozess im Weltformat

Was haben eine Coladose, eine Kaffeekapsel und ein Kotflügel gemeinsam? – Richtig, sie wurden höchstwahrscheinlich auf einer Presse der Schuler AG gefertigt, dem weltweit führenden Hersteller im Bereich Umformtechnik. Seit 1839 stellt das Unternehmen aus dem baden-württembergischen Göppingen Industriepressen für den Weltmarkt her – im letzten Jahr wurden mit 5.200 Mitarbeitern so 1,2 Mrd. Euro umgesetzt.
Acht global agierende Divisionen mit Profit-and-Loss-Verantwortung spiegeln die vielfältigen Einsatzfelder der Pressen sowie die heterogene Marktstruktur wider. Thomas Herrlinger stellte detailliert dar, wie von „Automotive“ – dem stärksten Geschäftsbereich – bis zu „Services“ für alle Divisionen jährliche Strategie-Planungsbände, sog. „Bluebooks“, erzeugt werden. Seit rund zweieinhalb Jahren erfolgt dies voll digitalisiert mit SOLYP3.
Thomas Herrlinger hebt als wesentliche Bluebook-Kapitel die Definition von Wachstumsstrategien und neuen Märkten hervor und führte im Folgenden aus, wie SOLYP3 Top-down- und Bottom-up-Planung versöhnt und für den Strategieerfolg fruchtbar macht.


Versionierung und Plausibilität: Vorteile eines digitalen Strategieprozesses

Ein enormer Gewinn, der durch den digitalen Strategieprozess mit SOLYP3 zu verbuchen ist, bestehe darin, so Herrlinger, „dass Themen dort gespielt werden können, wo die Verantwortungen liegen.“ Gerade die Definition neuer attraktiver Marktsegmente, unterfüttert mit erwartbaren Umsatzgrößen und einem Entwicklungstrend, erfordert das Know-how der Divisionsebene; die strategische Stoßrichtung, neue Märkte zu erobern, wird hier initiiert.

Die strategische Planung mit SOLYP3 bietet hier zwei wesentliche Vorteile gegenüber einer auf Excel- und PowerPoint basierten:

    • Das System kann zu einem bestimmten Zeitpunkt für die Divisionen geschlossen, d.h. „versioniert“, werden. Dadurch wird ein ständiges Nachjustieren der Markteinschätzungen in unzähligen Dateien vermieden, und es entsteht eine letztgültige Datenbasis als Entscheidungsgrundlage für den Vorstand.
    • Über Dashboards können Plausibilitätsprüfungen vorgenommen werden. Stimmt der erwartete Markttrend mit den strategischen Initiativen überein? Ferner können durch den ständigen Abgleich mit früheren Planungen mögliche Inkonsistenzen frühzeitig aufgedeckt werden.


Im Gegenstromverfahren: Top-down vorgeben, Bottom-up einsammeln

Im Mittelpunkt des Strategieprozesses mit SOLYP3 stehen die Fragebögen, kundenspezifische Templates, in die sowohl harte Daten wie Auftragseingangs-, Umsatz- oder Ergebniskenngrößen als auch weiche wie Trends, Markteinschätzungen und Wettbewerbsanalysen eingetragen werden. Thomas Herrlinger beschrieb detailliert, wie die Schuler AG ihre Planungsbände erstellt. Die Fragebögen ermöglichen dabei die Synthese von einer Bottom-up- und einer Top-down-Planung.


Ein Roll-out für die Zukunft

Auf die Frage eines Kollegen, ob er SOLYP3 wieder als Strategic Intelligence Software bei der Schuler AG einführen würde, antwortete Thomas Herrlinger mit einem überzeugenden „Ja“. Der Zugewinn an Effizienz, Agilität und Transparenz des Strategieprozesses sei gewaltig. Der Vorteil, alle Daten zentral in einer Datenbank zu speichern, anstatt mit unzähligen Excel-Versionen auf unterschiedlichsten Servern zu arbeiten ist ein großer Vorteil eines digitalisierten Strategieprozesses.
Für den Roll-out mit SOLYP3 fordert Herrlinger von den Unternehmen eine realistische Timeline sowie ausreichend Zeit für eine gründliche Testphase und ein nachhaltiges User Training. Die Schuler AG investierte ca. ein Jahr für die Implementierung von SOLYP3.

Wir danken Thomas Herrlinger von der Schuler AG für seinen brillianten Vortrag, unseren Gästen für eine anregende Diskussion und freuen uns auf das nächste Best Practice Meeting 2017!

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