Der „versteckte Mehrwert von Chefstrategen“ - Universität St.Gallen und Roland Berger Strategy Consultants veröffentlichen Ergebnisse der Europäischen Chief Strategy Officer Umfrage 2016

Donnerstag, 11. Februar 2016

Seit 2011 führen die Universität St.Gallen und die Strategieberatung Roland Berger jährlich Umfragen durch, um die sich verändernde Rolle des Chef Strategy Officers (CSO) in europäischen Unternehmen zu untersuchen. Schwerpunkt der diesjährigen Studie, an der 109 Strategieleiter aus unterschiedlichen Branchen teilnahmen, war die Frage, welchen konkreten Mehrwert CSOs und zentrale Strategieabteilungen dem Unternehmen bieten und wie sich dieser am besten messen lässt. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:

  • Strategiearbeit findet zu einem erstaunlichen Maße funktionsübergreifend statt
    Fast alle der befragten Unternehmen verfügen über eine zentrale Strategieabteilung mit durchschnittlich sechs Vollzeitbeschäftigten. Diese sind jedoch häufig nicht allein für die Erarbeitung und Umsetzung der Gesamtstrategie verantwortlich, sondern werden von Strategieteams in anderen zentralen und dezentralen Abteilungen oder Tochtergesellschaften unterstützt. Insbesondere M&A Abteilungen befassen sich intensiv mit der Erarbeitung und Weiterentwicklung von Strategien. Darüber hinaus wird für spezielle Strategieprojekte oftmals die Hilfe von externen Strategieberatungen in Anspruch genommen.

    Dieser funktionsübergreifende Strategieansatz hat zwei entscheidende Vorteile, so die Autoren der Studie. Zum einen ermöglicht er global agierenden Unternehmen, einen besseren Gesamtüberblick und größere Nähe zu ihren Kunden und Märkten. Dadurch können sie schneller und agiler auf mögliche Veränderungen reagieren. Zum anderen erhöht die Einbeziehung der Mitarbeiter in die Strategieentwicklung deren Bereitschaft und Motivation, die gewählte Strategie in der Praxis tatsächlich umzusetzen.

  • Die Rolle von CSOs als Koordinatoren und Kommunikatoren gewinnt an Bedeutung
    In Anbetracht der steigenden Zahl an Akteuren, die in die Strategiearbeit involviert sind, ändert sich auch die Funktion und Bedeutung des CSO. Eine zentrale Aufgabe von Chefstrategen besteht deshalb darin, die einzelnen Teilstrategien innerhalb ihres Unternehmens miteinander zu koordinieren und sie in eine Gesamtstrategie zu überführen. In dieser „Orchestrierung“ der funktionsübergreifenden Strategiearbeit besteht der entscheidende Mehrwert, den CSOs und zentrale Strategieabteilungen ihren Unternehmen heute zu bieten haben, so die Autoren der Studie.

    Entsprechend ändert sich auch das Anforderungsprofil des CSO. Gefragt sind nicht mehr nur analytische Fähigkeiten und Fachwissen, sondern vor allem hervorragende kommunikative und zwischenmenschliche Fähigkeiten. Als Moderatoren und Kommunikatoren müssen CSOs in der Lage sein, gegensätzliche Interessen der unterschiedlichen Stakeholder in Einklang zu bringen und ein gemeinsames Verständnis strategischer Inhalte zu kultivieren. Hierfür ist u.a. die Entwicklung neuer Arbeits- und Kommunikationsmethoden wichtig.

  • Berücksichtigung des geänderten Aufgabenprofils des CSO bei der Erfolgsmessung
    Viele Unternehmen tun sich immer noch schwer damit, die Performance von CSOs regelmäßig und effektiv zu messen und zu beurteilen. Das liegt nicht zu Letzt auch daran, dass Chefstrategen häufig nur relativ kurz in ihren Positionen verweilen, bevor sie weiter die Karriereleiter raufklettern, und daher den Erfolg oder Misserfolg von mittel- und langfristigen Strategien gar nicht mehr selbst miterleben. Als Bewertungskriterien dienen meist finanzielle KPIs wie Umsatz- oder EBITDA-Entwicklung. Die Autoren der Studie raten hingegen, einen ausgewogenen Mix aus quantitativen und qualitativen KPIs zu verwenden, die sowohl kurz- als auch längerfristige Effekte der vielfältigen Aufgaben des CSO messbar machen.


Die in der Studie beschriebene Koordinations- und Kommunikationsfunktion, die Strategieleitern und zentralen Strategieabteilungen immer mehr zukommt, lässt sich mithilfe von Spezialsoftware wie der Strategic Intelligence Software SOLYP3 bestens meistern.

SOLYP3 digitalisiert die strategische Planung strukturiert und ganzheitlich über alle Geschäftseinheiten hinweg. Dabei können Inhalte top-down von der Unternehmensführung vorgegeben und bottom-up um geschäftsspezifische Perspektiven individuell ergänzt werden. Auf diese Weise gewinnt der Strategieprozess nicht nur an Vollständigkeit und Vergleichbarkeit, sondern auch an Akzeptanz bei allen Beteiligten. Zudem werden neben harten Daten auch weiche Daten, wie Trendanalysen, Meinungen oder Einschätzungen zu Marktentwicklungen, erfasst und intelligent miteinander verknüpft, so dass eine objektive Plausibilisierung der Planungen möglich wird. CSOs und zentrale Strategieabteilungen werden so in die Lage versetzt, die einzelnen Teilstrategien innerhalb ihres Unternehmens auf ihre Sinnhaftigkeit zu überprüfen, zu koordinieren und in eine Gesamtstrategie zu überführen. Planungsbände, die alle relevanten Informationen übersichtlich und verständlich präsentieren, können ganz einfach und zeitsparend per Knopfdruck in PowerPoint generiert und anschließend dem Vorstand zur Entscheidung vorgelegt werden.

Mit SOLYP3 erhalten Strategieleiter und zentrale Strategieabteilung ein leistungsfähiges Tool an die Hand, das ihnen dabei hilft, einen reibungslosen, partizipatorischen und transparenten Strategieprozess zu gewährleisten. Wichtige Grundvoraussetzungen dafür, dass Strategien erfolgreich umgesetzt werden können.