Wie kann kulturelle Vielfalt zur innovativen Strategieentwicklung beitragen? – Ein Gastbeitrag von Danaë Huijser

Montag, 02. September 2013

Ein Denker, der ohne Paradox ist, ist wie ein Liebhaber ohne Leidenschaft; ein mäßiger Patron.” - Søren Kierkegaard

Strategieentwicklung in einem interkulturellen Kontext ist die Norm im heutigen globalen Wirtschaftsumfeld; einem Umfeld, in dem der Wandel selbst die einzige Konstante ist und die Komplexität täglich zunimmt. Um diese dynamischen Umstände bewältigen zu können, ist Flexibilität auf strategischer Ebene unerlässlich. Kontinuierliche Innovation ist in diesem Umfeld von größter Bedeutung. Kulturelle Vielfalt ist ein Mittel, dies zu erreichen.


Kulturelle Vielfalt in der Strategieentwicklung

Stereotypisierung stellt ein Risiko für jede Form der interkulturellen Zusammenarbeit dar. Abweichungen können innerhalb nationaler Kulturen ebenso groß sein, wie zwischen nationalen Kulturen. Unternehmenskulturen sind zwar nicht gleichzusetzen mit nationalen Kulturen, sind jedoch von diesen beeinflusst. Studien zeigen, dass Unternehmenskulturen eindeutige Präferenzen aufweisen bezüglich der Art und Weise, wie über Strategien gedacht wird und wie diese entworfen und realisiert werden. Wenn Strategieverantwortliche mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund zusammenarbeiten, können diese Unterschiede eine Herausforderung darstellen, aber auch neue Möglichkeiten eröffnen.

Das Model of Freedom ist ein pragmatisches Modell zur Visualisierung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Unternehmenskulturen. Wir definieren Kultur als mehr als nur Staatsangehörigkeit; jedes Individuum ist ein Mitglied verschiedener Kulturen. Wir sind alle wie ein Mosaik und sind Teil verschiedener sozialer Gruppen, einschließlich unserer Nationalität, unserer Unternehmenskultur, unseres Berufs, aber auch unseres Geschlechts oder unserer Altersgruppe. Wenn es um Strategieentwicklung geht, ist es nicht so sehr von Bedeutung, wo genau der Unterschied in den kulturellen Präferenzen seinen Ursprung hat, sondern vielmehr, wie wir diese Unterschiede zu unserem Vorteil nutzen können.

Das Model of Freedom besteht aus vier Dimensionen: Handeln, Prozess, Aufgaben und Rolle (s.h. Anhang für weiterführende Informationen, wie das Model of Freedom aufgebaut ist). Der Nutzen des Model of Freedom besteht nicht darin, eine Kategorisierung von kulturellen Unterschieden vorzunehmen, sondern vielmehr, den Menschen dabei zu helfen, ihren bevorzugten Ausgangspunkt zu verstehen, wenn sie sich mit der (Geschäfts-)Welt um sie herum auseinandersetzen. Jede Kultur auf der Welt muss mit diversen Paradoxien umgehen und findet einen Weg, dies auf ihre bevorzugte Art und Weise zu tun. Eine Präferenz bedeutet jedoch nicht, dass dies der beste oder einzig richtige Weg ist. Das Arbeiten mit einer gemischten Gruppe von Menschen, die andere bevorzugte Ansatzpunkte zur Lösung von Paradoxien haben, eröffnet Möglichkeiten, das gleiche Problem auf unterschiedliche Weise zu betrachten und zu einer Reihe von Lösungen zu gelangen. Genau hier fängt Innovation an.


Einen kulturellen Vorteil schaffen

Vorteile von der Arbeit in kulturell gemischten Gruppen, wie beispielsweise Strategieentwicklungsteams, ergeben sich nicht zwangsläufig. Effektives Arbeiten mit kultureller Vielfalt ist ein Prozess, der kulturelle Intelligenz voraussetzt und in drei Stufen unterteilt werden kann: Bewusstsein, Wertschätzung und authentischer Ausgleich.

Das Model of Freedom hilft, ein Bewusstsein für die kulturellen Präferenzen verschiedener kultureller Gruppen zu schaffen. Um dieses Bewusstsein nutzen zu können, ist die Wertschätzung unterschiedlicher Perspektiven notwendig. Erst dann ist man in der Lage, auf diese Unterschiede durch die Synthese scheinbar widersprüchliche Haltungen aufzubauen, ohne dabei Kompromisse eingehen zu müssen - authentischer Ausgleich.

Bei der Untersuchung verschiedener Strategiethemen im internationalen Kontext fanden Bob de Wit und Ron Meyer (2004) heraus, dass jedes Strategiethema – egal ob in Bezug auf den Strategieprozess selbst, dessen Inhalt, Kontext oder Zweck - ein implizites Paradox innehat. Unterschiedliche Ansichten darüber, wie mit diesen Paradoxien umgegangen werden soll, werden als „strategische Perspektiven“ bezeichnet. „Strategie Synthese“, also das Finden von hybriden Lösungen für strategische Probleme, stellt den operativen Teil dar, bei dem eine bestimmte Vorgehensweise verfolgt wird.

Um den Prozess zu veranschaulichen, der Strategieverantwortliche vom Strategieparadox zur Strategiesynthese leitet und dabei auf den Vorteilen kultureller Vielfalt aufbaut, werde ich die Metapher der romantischen Liebe verwenden, war doch selbst der theoretischste Stratege schon wenigstens einmal verliebt.

Cultural Diversity


Ein Blick in den Spiegel: Bewusstsein

In der Liebe wie im Leben kann man eine Verbindung mit einem anderen menschlichen Wesen nur dann voll und ganz aufbauen, wenn man sich selbst kennt und akzeptiert. Der Blick in den Spiegel kann eine ziemliche Herausforderung darstellen, da er all unsere Unvollkommenheiten und Schwächen offenbart und Angst und Unsicherheit hervorrufen kann. Doch ein Blick in den Spiegel bietet auch eine echte Reflexion des eigenen Selbsts; wer man ist, was man als wichtig erachtet, wo man hingehört und was einen einzigartig macht. All diese Fragen sind auch im Strategieentwicklungsprozess von Bedeutung.

Jedes Paradox stellt eine inhärente Spannung zwischen scheinbar gegensätzlichen Anforderungen dar. Bei der Arbeit mit Paradoxien – im Gegensatz zu Problemen oder Dilemmata – ist man nicht auf der Suche nach der einen besten Lösung, sondern nach einer Bandbreite von Lösungen, die das Beste aus zwei Welten miteinander vereinen; eine Win-Win-Situation. Der erste Schritt in der Arbeit mit einem Paradox ist das Erkennen, es mit einem solchen zu tun haben. Dies ist nicht immer einfach, da wir darin geschult sind, mit Gewinner-Verlierer-Situationen, richtig oder falsch, schwarz und weiß zu arbeiten.

Die Strategieentwicklung beinhaltet das Paradox der bewussten strategischen Planung auf der einen Seite und der inkrementellen Entstehung von Strategien auf der anderen Seite. Kulturell gesehen stehen diese beiden Extreme in Zusammenhang mit der Prozess- bzw. Handlungsorientierung.

Handlungsorientierte Kulturen bevorzugen Besonnenheit gegenüber Entstehung. Sie sind bestrebt, die Zukunft zu planen, Prognosen zu treffen und Programme zur Steigerung der organisatorischen Effizienz zu entwickeln. Ressourcen werden optimal verteilt und die Implementierung erfolgt in einem linearen Top-Down-Prozess.

Prozessorientierte Kulturen dagegen bevorzugen Entstehung gegenüber Besonnenheit. Sie erachten die Zukunft als zumindest teilweise unbekannt und glauben daher nicht, dass Prognosen von großer Relevanz sind. Stattdessen bleiben sie flexibel bezüglich der sich verändernden Umweltbedingungen, wohl wissend, dass Strategieentwicklung kulturelle und kognitive Perspektivenverschiebungen erfordert. Experimentieren und das parallele Verfolgen von Initiativen wird in der Regel gegenüber der linearen Planung bevorzugt.

Wenn Strategieverantwortliche in der Lage sind, mit ihren Unterschieden auf eine kulturell intelligente Weise umzugehen, können sie eine Win-Win-Balance zwischen diesen beiden Extremen finden. Um dies tun zu können, müssen sie jedoch erst verstehen, dass ihre eigene Präferenz nicht unbedingt der einzige oder beste Weg ist, um strategisch vorzugehen; sie müssen die andere Perspektive auf eine wertschätzende Art und Weise betrachten.

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Gegensätze ziehen sich an: Wertschätzung

Arbeiten Sie übers Wochenende daran, eine Präsentation vorzubereiten, die Sie am Montag halten müssen, und erwägen dabei gründlich alle erdenklichen Fragen - und Ihre Antworten darauf? Glauben Sie, dass es schlichtweg unprofessionell ist, einen Fehler zu machen? Sagen Sie nur „ja“ zu Projekten, bei denen Sie sich sicher sind, dass Sie diese auch bewältigen können? Wenn ja, wette ich, dass Ihr Partner das genaue Gegenteil davon ist. Gegensätze ziehen sich an, und zwar aus gutem Grund; wir lernen voneinander und ergänzen uns gegenseitig.

In jeder Partnerschaft müssen wir über genügend Gemeinsamkeiten verfügen, um miteinander leben und arbeiten zu wollen - ein gemeinsames Ziel. In einer Liebesbeziehung ist dies in der Regel etwas Vages, wie ‚geteiltes Glück und Liebe‘, das schwer zu messen ist, in der persönlichen Wahrnehmung aber eine wichtige Rolle spielt (ein weiser Mann hat einmal zu mir gesagt: „Die meisten Dinge, die von Bedeutung sind, lassen sich nicht messen.”). In der Strategieentwicklung besteht das gemeinsame Ziel darin, sich bestmöglich für die Zukunft zu rüsten, um das Unternehmen weiterhin auf Erfolgs-, Wachstums- und Innovationskurs zu halten. Aber wie findet man den besten Weg dorthin?

In kulturell gemischten Strategieentwicklungsteams muss unter den handlungs- und prozessorientierten Teammitgliedern diskutiert werden, wie mit den unterschiedlichen Ansichten bezüglich des Paradoxes von Planung und Entstehung umgegangen werden soll. Fragen, die hierbei aufkommen werden, sind: Wie sicher können wir die Zukunft vorhersagen? Wie weit in die Zukunft hinein können und sollten wir planen? Wie messbar sind die Einflussgrößen auf unsere Märkte? Wie viele Details brauchen wir, um unseren Plan entwickeln zu können? Wie linear wird dieser Plan aller Voraussicht nach sein?

Zunächst werden die scheinbar gegensätzlichen Ansichten eine Herausforderung für das Team darstellen. Es liegt in unserer Natur, zu glauben, dass wir Recht haben, und dass deshalb der andere falsch liegen muss, selbst wenn diese unterschiedlichen Ansichten sich gegenseitig ergänzen könnten. Wenn das Team es schafft, die jeweils anderen Ansichten bezüglich der Strategieentwicklung wertzuschätzen - nicht unbedingt diesen zuzustimmen -, werden sie zumindest herausfinden, dass es mehr als nur einen Weg gibt, sich für die Zukunft fit zu machen.

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Gegensätzliche Ansichten zusammenbringen: Vereinbare Unterschiede

Selbst in erfolgreichen Ehen kommt es früher oder später zum Streit. Wobei es darauf ankommt ist, dass richtig gestritten wird, d.h. mit gegenseitigem Respekt und Verständnis. Es ist in Ordnung, anderer Meinung zu sein, solange man in der Lage ist, dem Partner wirklich zu zuhören und dessen unterschiedliche Gedanken, Gefühle und Handlungen zu respektieren. Wenn das gemeinsame Ziel des Aufbaus eines glücklichen, mit Liebe gefüllten gemeinsamen Lebens nach wie vor geteilt wird, kann der Streit nur zu einer noch festeren Beziehung in der Zukunft beitragen. Eine Einigung zu erzielen, die den Bedürfnissen beider Partner gerecht wird ohne dabei einen Kompromiss darzustellen, ist, was ich mit “Vereinbarkeit” meine; die Suche nach einer Win-Win-Lösung, das Entwickeln einer eigenen "Kultur", wenn man so will, indem die Bandbreite von Lösungen für das jeweilige Paradox in der Partnerschaft abgesteckt wird.

Wenn ein Strategieentwicklungsteam beim Brainstorming die verschiedenen Möglichkeiten erfolgreich ermittelt hat, sollte nun eine Reihe von Handlungsoptionen zur Auswahl stehen. Es gilt, eine Vorgehensweise zu finden, die die Elemente der verschiedenen strategischen Perspektiven miteinander vereint. Um dies tun zu können, brauchen die Teammitglieder ein "gutes Verständnis der beiden Perspektiven und den Dialog zwischen diesen beiden" (de Wit & Meyer). Hierbei ist die Qualität des Teamleiters von größter Bedeutung. Das Risiko bei der Arbeit mit gemischten Teams ist, dass sie in der Brainstorming-Phase stecken bleiben. Jemand muss den Teammitgliedern dabei helfen, die verschiedenen Ansichten in einen gemeinsam beschlossenen Aktionsplan zu gießen. Mit einer Führungspersönlichkeit, die über kulturelle Intelligenz verfügt, könnte das Unternehmen in der Lage sein, eine Strategie zu entwickeln, die sowohl kurz- als auch langfristige Ziele verfolgt, die auf kalkulierter Risikobereitschaft beruht ohne dabei die Kontinuität des Unternehmens zu kompromittieren, bei der quantitative Daten um qualitativen Daten ergänzt werden und bei der Flexibilität Bestandteil des Plans ist.


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Abschließende Überlegungen

Es ist nicht ganz zufällig, dass es sich bei der Metapher, die ich gewählt habe, um interkulturelle Strategieentwicklung zu illustrieren, um die Liebe handelt. Liebe, wie alle menschlichen Emotionen, ist eine Erfindung der Natur, um uns helfen, zu überleben. Offensichtlich steht die Liebe im Zusammenhang mit den reproduktiven Zielen der Menschheit, indem sie eine Partnerschaft erzeugt, die Nachkommen hervorbringt und damit das Überleben der Menschheit sichert. Und da die menschliche Nachkommenschaft für viele Jahre sehr hilflos ist, ist die Liebe notwendig, um Partner lange genug zusammenzuhalten, damit sie für diese Kinder sorgen. Mir ist bewusst, dass das nicht sehr romantisch klingt, aber das ist wiederum ein anderes Paradox. Warum sollte ein Gefühl, das aus pragmatischen Gründen heraus entsteht, wie das Großziehen einer nächsten Generation, nicht auch auf einer irrationalen Ebene genossen werden? Die Liebe ist ein überwältigendes und berauschendes Gefühl, aber auch eine nützliche Erfindung von Mutter Natur.

Verwandt mit der Liebe ist die Empathie. Empathie ist eine weitere von der Natur entwickelte menschliche Emotion, die dem Überleben dient. Ohne Empathie wäre die menschliche Welt ein Win-Lose-Spiel, bei dem nur die Stärksten überlebten. Wir kommen jedoch nicht so gut oder so lange zurecht, wenn wir auf uns selbst gestellt sind, und Empathie gibt uns die Bereitschaft, Win-Win-Lösungen mit anderen um uns herum zu finden. Dies ermöglicht es uns, Vertrauen aufzubauen, in Gesellschaften und Volkswirtschaften Teil zu haben. Kurz gesagt, es erlaubt uns, zu kooperieren.

Und hier kommt die Schönheit des Systems der Natur zum Vorschein: Innovationen treten dort auf, wo Menschen zusammenkommen, insbesondere dort, wo Menschen aus verschiedenen Lebensbereichen, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen oder aus verschiedenen Gesellschaften und Kulturen zusammenzuarbeiten. In der Strategieentwicklung mag es leichter erscheinen, mit Menschen zu arbeiten, die ähnlich wie wir denken und handeln. Doch wenn wir nachhaltige und innovative Lösungen für die komplexe Zukunft schaffen wollen, ist die Arbeit mit einem kulturell gemischten Team eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Innovationen werden durch Empathie und Liebe angetrieben. Der Strategiechampion der Zukunft wird ein kulturell intelligenter, einfühlsamer Stratege sein.


(Bei dem Text handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Den Originaltext finden Sie hier)

 



Literatur

Huijser, M., & Huijser, D. (2011). Managing mindsets: Applying the cultural advantage in your business. Ayn Press.

Huijser, M. (2008). The cultural advantage: A new model for succeeding with global teams. Ayn Press.

Johnson, B. (1996). Polarity management: Identifying and managing unsolvable problems. Amherst, MA: HRD Press, Inc..

Miyashiro, M. R. (2011). The empathy factor: Your competitive advantage for personal, team, and business success. Encinitas, CA: Puddle Dancer Press.

Whitney, D. et al. (2005). Appreciative inquiry: A positive revolution in change. San Francisco: Berrett-Koehler Publishers Inc.

Wit, B. de, & Meyer, R. (2004). Strategy: process, content, context. An international Perspective. 3rd ed. London: Thomson.

Wright, R. (2000). Nonzero: History, evolution & human cooperation. The logic of human destiny. London: Little, Brown and Company.



Über Danaë Huijser

Ausgebildet in Frankreich, den Niederlanden und den USA fühlt sich Danaë in jedem interkulturellen Umfeld "zu Hause". Sie hat Abschlüsse in Organisationspsychologie und internationaler Betriebswirtschaftslehre, was es ihr ermöglicht, ihrer Leidenschaft auch beruflich nachzugehen: der Entwicklung von Menschen und Organisationen in einem interkulturellen Umfeld. Als Geschäftsführerin und Lead Consultant von CMC-Europe setzt sie ihr Fachwissen in die Praxis um. Danäe ist Co-Autorin des Buches Managing Mindsets.

Cultural Diversity Book Cover


Unternehmensprofil

CMC-Europe unterstützt Unternehmen darin, aus kultureller Vielfalt Wettbewerbsvorteile zu ziehen. Die Consulting Agentur hilft Individuen, Teams und Organizationen, ihre Lern- und Innovationsfähigkeiten weiterzuentwickeln, indem sie ein Bewusstsein und Wertschätzung für kulturelle Unterschiede schafft und die jeweiligen Stärken miteinander vereint. Zu diesem Zweck arbeitet CMC-Europe u.a. mit dem Model of Freedom.

www.cmc-eu.com

 

Anhang

The Model of Freedom (Pdf) (Englisch)