Leadership vs. Management: So gehen Sie strategisch in Führung

Donnerstag, 06. Juli 2017

Leadership vs. Management:
So gehen Sie strategisch in Führung

Nicht bestimmen, sondern für die richtigen Impulse sorgen. Nicht reagieren, sondern Erfolgsstrategien entwickeln. Die umfassende Digitalisierung der Geschäfts- und Unternehmenswelt verlangt nach einem neuen Typus Führungskraft, der die zahlreichen, oft disruptiven Herausforderungen der Zukunft annimmt und meistert. Doch was sind die Anforderungen an gute Führung in einer veränderten Arbeitswelt? Um strategisch in Führung zu gehen, ist zuerst eine Erkenntnis von großer Bedeutung: Genauso wenig wie jemals ein Meister vom Himmel gefallen ist, ist dies beim vollendeten Strategic Leader der Fall. Vielmehr ist auch hier der Weg das Ziel: Es gilt, Prozesse und Strukturen aufzubrechen und gänzlich neu zu etablieren. Wie Sie das angehen sollen? Starten Sie damit, die Eigenschaften des herrschenden Führungsstils herauszuarbeiten und damit abzugleichen, wie Strategic Leadership funktioniert.

Leadership gestern und heute

In der Vergangenheit gelangte häufig in Führungspositionen, wer a) herausragende Fachkompetenz bewies oder b) herausragenden Ehrgeiz an den Tag legte. Meist jedoch, wer c) sich als Problemlöser erwiesen hatte. Doch dabei handelte es sich um altbekannte Probleme und Vorgehensweisen. Jetzt stellen sich eine Reihe ganz neuer Fragen – gerade an die Strategieabteilungen von Unternehmen. Welche Rezepte, die bisher Erfolg garantierten, können dies auch noch in den nächsten fünf, zehn oder fünfzehn Jahren von sich behaupten? Der erste Schritt hin zu innovativem Strategic Leadership könnte also mit zwei geflügelten Phrasen aus der antiken Philosophie beschrieben werden: Zum einen „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, zum anderen „Erkenne dich selbst“. Führungspersönlichkeiten sollten wissen, dass es unmöglich ist, die Antworten auf alle Fragen parat zu haben. Zumal die momentanen Transformationsprozesse Fragen aufwerfen, über die sich vorhergehende Generationen niemals auch nur Gedanken machen mussten.

Neue Führungskompetenzen

Strategic Leader der neuen Generation sind darum darauf angewiesen, Talente und Kompetenzen in ihren Teams zu erkennen, zu kanalisieren und dort zum Einsatz und zur Blüte zu bringen, wo es erforderlich ist. Führungskräfte sollten es darum auch vermeiden, ihre Untergebenen mit vorgefertigten Lösungen zu konfrontieren. Kurz gesagt: New Leadership zeichnet sich durch die folgenden sechs Schlagworte aus:

  • Transparenz
  • Partizipation
  • Respekt
 
  • Toleranz
  • Offene Kommunikation
  • Vernetzung
 

Noch so ein Buzzword

Auch Empowerment steht ganz klar im Vordergrund, wenn es um Strategic Leadership geht. Nur, wer sein Team mit den Fähigkeiten ausstattet, Ideen zu entwickeln und in die Realität umzusetzen, gewinnt langfristig das Engagement seiner Mitarbeiter. Gönnen Sie Ihren Angestellten den Erfolg – er wird auf Sie zurückfallen! Selbstverständlich beinhaltet eine solche Kultur der Offenheit auch die Gefahr für Fails – diese müssen Sie einkalkulieren und ggf. früh genug gegensteuern. Denn gute strategische Führung bedeutet nicht, unbeirrbar einer einmal festgelegten Strategie zu folgen, sondern diese auch immer wieder neu an aktuellen Anforderungen auszurichten – eine Kultur des Scheiterns sozusagen. Deshalb ist es für die Führungspersönlichkeit essenziell, die eigenen Entscheidungen permanent zu hinterfragen: Nur so können Sie Erfahrungswerte aufbauen und sinnvolle Methoden des Wissenstransfers innerhalb ihres Teams etablieren.


Eine Frage der Hierarchie

Lean Management und andere Begriffe waren in dem Diskurs der letzten Jahre mal mehr, mal weniger in Mode. Die übergeordnete Frage lautet aber nach wie vor: Wie können Unternehmen ihre Effizienz steigern und ihren Verwaltungsapparat möglichst schlank halten? Was wäre, wenn Teams sich selbst organisieren würden – ohne mittlere Management-Ebene? Wenn Teammitglieder Entscheidungen autonom und eigenverantwortlich treffen könnten? Die Grundvoraussetzung dafür ist, dass jederzeit für alle voller Zugriff auf sämtliche Informationen herrscht – zum Beispiel mithilfe einer Strategiesoftware wie SOLYP3. Nur so können Probleme frühzeitig erkannt werden und neue Ideen aufkommen.


Vielfalt als Bereicherung

Um neue Impulse zu generieren, ist neben dem Zugang zu Informationen auch die Diversität innerhalb des Teams entscheidend: Fragen Sie vor Personalentscheidungen nicht, wer sich perfekt ins Team einfügt, sondern besser, wer das Team um neue Facetten bereichern könnte. Denn nur, wenn Mitarbeiter ihre Persönlichkeit nicht an der Pforte abgeben müssen, bringen sie sich auch voll ein. Scheuen Sie sich darum auch nicht, offene Fragen zu stellen – solange Sie alle Voraussetzungen dafür schaffen, dass Sie auch ehrliche Antworten erhalten.

Fazit: Boss vs. Leader

Was braucht es also, um auch in Zukunft strategisch in Führung zu gehen? Dieses Video von RN Productions fasst das Thema New Leadership sehr anschaulich zusammen:

 

Setzen Sie also auf Transparenz, Verbundenheit, Sicherheit und Motivation – ein auf diesen Pfeilern aufgebautes Vertrauensverhältnis zwischen Führungskraft und Mitarbeiter ist wesentlich erfolgsversprechender als ein von Autorität, Druck und Angst geprägtes miteinander. Und somit genau das, was heute produktive und zukunftsträchtige Teams auszeichnet.