Nachbericht zum Horváth-Strategie-Netzwerktreffen am 14. November

Donnerstag, 27. November 2014

Das Horváth-Strategie-Netzwerktreffen, das vor drei Jahren von der Stuttgarter Unternehmensberatung ins Leben gerufen wurde, hat sich längst zu einer beliebten Plattform für den fachlichen Austausch von Führungskräften aus Strategieabteilungen aller Branchen etabliert. Als Experte für die Digitalisierung strategischer Managementprozesse nimmt die SOLYP Informatik GmbH vertreten durch ihren CEO Alexander Zimmermann ebenfalls regelmäßig an diesen Treffen teil, um sich über aktuelle Inhalte, Methoden und Herausforderungen der Strategiearbeit zu informieren und auszutauschen. Im Fokus des Netzwerktreffens am 14. November in Düsseldorf stand diesmal das Thema „Trends“.

Zunächst ging es dabei allgemein um die Methode der Trendanalyse als Grundlage einer soliden strategischen Planung. Die Trendanalyse setzt sich in der Regel aus folgenden Schritten zusammen: 1) Marktbeobachtung, 2) Identifizierung, Analyse und Evaluation von Trends in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens und ihren potenziellen Einfluss auf das Unternehmen und 3) das Ableiten geeigneter Ziele und Maßnahmen. Ein Prozess, mit dem wir bei SOLYP lange Erfahrung haben und der sich in unsere Strategic Intelligence Software SOLYP3 sehr gut abbilden lässt. Auffallend an der Diskussion war, dass aktuelle Trends im Unternehmensumfeld größtenteils eher als Risikofaktoren wahrgenommen und eingeschätzt wurden. Selbst vermeintlich negative Veränderungen bieten aber immer auch die Möglichkeit, sich neu im Markt zu positionieren und von der Konkurrenz abzusetzen. Hierbei sind vor allem Flexibilität, Agilität und Innovationskraft gefragt.

Ein gutes Beispiel für einen solchen Trend, der gleichermaßen eine große Bedrohung und Chance darstellt, ist die Digitalisierung. In einem hervorragenden Vortrag erläuterte Markus Messerer von Swiss.com den Veranstaltungsteilnehmern, wie die großen Technologiekonzerne Apple, Google, Facebook etc. immer stärker in traditionelle Märkte und Branchen wie Handel, Telekommunikation, Gesundheits- oder Finanzwesen drängen und durch ihre digitalen Geschäftsmodelle transformieren. Die Kundenbedürfnisse haben sie bereits erfolgreich dahingehend verändert, dass Kunden heute erwarten, alles schnell, bequem und kostengünstig online abwickeln zu können. Dank neuer Technologien und umfangreicher M&A Aktivitäten gehen sie jedoch inzwischen einen Schritt weiter: Sie bieten Dienstleistungen aller Art aus einer Hand an. Jüngstes Beispiel hierfür ist die Bezahlfunktion von Apple, die es den Kunden ermöglicht, schnell und bequem per Fingerabdruck zu zahlen und somit die gute alte Kreditkarte ersetzt. Zwar hat Apple die großen Kreditkartenanbieter Visa, Mastercard und American Express hierbei mit ins Boot geholt, die Kontrolle über die Kundenbeziehungen und deren Daten treten sie jedoch weitgehend an Apple ab.

Im digitalen Zeitalter wird nur bestehen können, wer sein Geschäftsmodell auf innovative Art und Weise an die neuen Gegebenheiten anpasst. Der Startschuss hierfür ist längst gefallen!