Nachbericht zum 5. SOLYP3 Key User Circle in Nürnberg

Freitag, 13. Januar 2017

Die SOLYP-Strategie im Advent 2016:
Schenken, Austauschen und Genießen

Aufmerksamkeit schenken, Erfahrungen austauschen und die Vorweihnachtszeit genießen  um diese Advents-Strategie in die Tat umzusetzen, trafen sich am 1. Dezember 2016 namhafte SOLYP3-Anwender in Nürnberg. Dabei führte SOLYP3, die Strategic Intelligence Software, Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen zusammen. Neben den vortragenden Verantwortlichen der SCHULER AG und der ALTANA AG ließen sich auch TDK, Epcos, die Sto SE&Co. KgGA, die Job AG, die BASF AG und die Winkelmann Gruppe Neuigkeiten aus der SOLYP3-Entwicklung nicht entgehen.

Eine Strategie für Umwelt und Mitarbeiter: Wie die ALTANA AG und SOLYP3 bewahren und schützen

Dass SOLYP3 nicht allein strategische Planungsprozesse steuern und effizienter gestalten, sondern auch andere Prozess-Inhalte abbilden kann, machte Daniela Peñailillo von der ALTANA AG in einem eindrucksvollen Vortrag deutlich. Sie zeigte, wie SOLYP3-Fragebögen auch im Bereich Umwelt und Arbeitssicherheit konzernweit Ziele definieren, die Transparenz steigern und belastbare Zahlen für die jährlich erscheinenden Nachhaltigkeits-Reports generieren.

Bei der ALTANA AG, mit rund 2 Mrd. € Umsatz und rund 6.000 Mitarbeitern führend im Bereich Spezialchemie, spielt nachhaltige Unternehmensführung eine Schlüsselrolle: „Nachhaltigkeit geht Hand in Hand mit Innovationen“, betonte Frau Peñailillo. Das Unternehmen wurde daher von der internationalen Rating-Agentur EcoVadis  nach gründlichem Audit – mit dem „Gold“ Status zertifiziert und reicht aufgrund seiner Marktbedeutung Reports bei der UN Global Compact Initiative ein. Der umweltrelevante Bereich EH+S bearbeitet u. a. die Themen Abfall- und Krisen-Management sowie die Sustainability-Reports.

2007 wurden die dafür notwendigen Daten über CO2-Emissionen, Wasserverbrauch und Abfall von über 50 Produktions- und Vertriebsstandorten noch in Excel erfasst und zentral zusammengeführt  eine zeitaufwändige, fehleranfällige Arbeit, wie Frau Peñailillo unterstrich.

Die entscheidende Wende im Management dieser hochkomplexen Datenmenge brachte ein Blick in andere Abteilungen, denn die ALTANA AG arbeitet im Bereich Strategie/M&A seit vielen Jahren erfolgreich mit SOLYP3, um die strategische Geschäftsfeldentwicklung zu steuern. Aus der strategischen Planung übernahm Frau Peñailillo auch die Hinterlegung von Nachhaltigkeitszielen mit KPIs. Es wurden konkrete Zielvorgaben erarbeitet, die im Bereich „Umwelt“ beispielsweise den CO2-Ausstoß oder den Wasserverbrauch betreffen, im Bereich „Arbeitssicherheit“ die Anzahl der Arbeitsunfälle und die damit verbundenen ausgefallenen Arbeitstage.

Um diese Zahlen aus den über 50 Geschäftseinheiten einzusammeln und zentral zusammenzuführen, wurde lediglich ein SOLYP3-Fragebogen erarbeitet! Neben der einheitlichen, zentralen Datenerfassung hob Frau Peñailillo eine Reihe weiterer Vorteile hervor:

  • Verbesserungen im Bereich Arbeitssicherheit und effizientere Ressourcen-Nutzung können kontrolliert und an den KPIs gemessen werden. Durch Projekte und andere Initiativen konnten wesentliche Fortschritte in den Kennzahlen (mit Hilfe von SOLYP) sichtbar gemacht werden: „Die Zahlen gehen runter!“, freute sich Frau Peñailillo.
  • Durch die Generierung von PowerPoint-Folien auf Knopfdruck können Zielverfolgung und Entwicklung der Geschäftseinheiten jederzeit eingesehen und zugänglich gemacht werden.
  • Über unterschiedliche Reports stehen dem Konzernmanagement sämtliche Umwelt-KPIs zur Verfügung, während auf Divisions-Ebene dieselben KPIs hinsichtlich der Produktion abgerufen werden können.
  • Das Reporting über SOLYP3 liefert belastbare Zahlen, die sofort in Sustainability-Reports einfließen können.

In naher Zukunft wird die ALTANA AG auch „Work Accident Indicators“ (WAIs) in SOLYP3 integrieren und damit reinen Sales-Offices einen spezifischen Fragebogen zur Verfügung stellen, da hier keine KPIs zu Emissionen und Verbrauch zu verfolgen sind. Die Testphase dieser Integration läuft bereits  und neben Frau Peñailillo, der ALTANA AG und ihren Mitarbeitern dürfen wir uns alle über eine sauberere Umwelt freuen, zu der SOLYP3 einen kleinen Beitrag leisten darf.

Die Schuler AG nutzt Solyp zur Implementierung der Unternehmensstrategie

Geschwindigkeit und Fokussierung auf das Strategieziel sind zwei Erfolgsfaktoren einer strategischen Unternehmensplanung. Dominik Semet von der SCHULER AG gab konkrete Einblicke, wie SOLYP3 diesen anspruchsvollen Strategieprozess steuert und Ziele erreichen hilft.

Seit mehr als 175 Jahren stellt die SCHULER AG hochwertige Industriepressen her und wurde mit dem Aufstieg deutscher Automobilbauer zum Weltmarktführer in diesem Segment. Heute bilanziert das Unternehmen mit rund 6800 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,2 Mrd. € und verfügt über Produktionsstandorte u. a. in Brasilien und China. Acht Divisionen mit globaler Verantwortung tragen zum Unternehmenserfolg bei, darunter Automotive, Intelligent Tooling Systems und Services.

Anhand des zeitlichen Rollouts des Strategieprozesses sowie konkreter SOLYP3-Fragebögen und den daraus generierten Charts führte Herr Semet anschaulich durch die SCHULERsche Strategiearbeit, deren Ziel in der Erstellung der sogenannten Bluebooks besteht: der Definition der Konzernstrategie für ein Jahr.

Dominik Semet präsentierte anschaulich unterschiedlichste SOLYP3-Fragebögen, die die SCHULER AG von der Marktanalyse über die Strategieentwicklung bis hin zu konkreten Maßnahmen zur Zielerreichung führen. Besonderes Augenmerk legte er dabei auf die Kommentarfunktion zur Performance einzelner Produktgruppen. In einer Segmentierungs-Matrix von A bis C wird über gelbe, rote oder gestrichelte Umrandung auf den ersten Blick erkennbar, in welchen Märkten Wachstumschancen bestehen bzw. welche Märkte noch gar nicht bearbeitet wurden.

Neben Charts zur Sales- und Profitabilitäts-Entwicklung diskutierten Semets Kollegen vor allem jenes der strategischen Stoßrichtungen, in dem das Neugeschäft gegen den bereits bestehenden Umsatz abgetragen wird.

Von 0 auf 1000 Seiten in sechs Sekunden: Mit JOOX geht SOLYP3 auf die Überholspur

Was gibt es Neues aus der SOLYP3-Entwicklung? Jan Borchers, Mit-Gründer und Chefentwickler der SOLYP Informatik GmbH, beantwortete diese Frage mit einer eindrucksvollen Demonstration: Er generierte einen 180-seitigen Planungsband in PowerPoint in nur 3 Sekunden! Danach einen  in der Praxis wohl höchst selten anzutreffenden – von 1000 Seiten in 6 Sekunden! Wie das möglich ist, erklärte er mit einem Wort: „JOOX!“

Wie kann man mit diesem neuen Tool diesen ungeheuren Geschwindigkeitszuwachs erreichen? Ganz einfach: JOOX macht Schluss mit der Folienerstellung auf dem Client. Mussten bislang auf der Workstation des Strategieverantwortlichen Visual Basic Scripts entzippt und ausgeführt werden, so werden die pptx-Charts jetzt auf dem Server erstellt  und das mit einem minimalen Memory-Footprint. Das bedeutet in der Praxis: JOOX kann umstandslos in die jetzige Server-Umgebung des Kunden integriert werden; für die Beschleunigung sind keine neuen Hardware-Investitionen nötig.

Doch damit nicht genug - JOOX bietet noch weitere Vorteile:

  • Die Folien-Erstellung erfolgt unabhängig von der MS-Office-Version, die auf dem Client verfügbar ist.
  • Ein Office-Viewer auf dem Client reicht jetzt völlig aus, um PowerPoint-Charts zu generieren, zu präsentieren und zu diskutieren, sodass jetzt auch mobile Endgeräte, z. B. Tablets, genutzt werden können. Strategiearbeit wird so mobiler und agiler und Präsentationsrunden außerhalb des Büros eröffnen neuen Freiraum für strategische Kreativität.
  • Schließlich kann der Client durch die extrem kurze Erstellungszeit der Charts nahezu durchgängig genutzt werden.

Dies führe allerdings zu einem kleinen Nachteil von JOOX, räumte Borchers ein: Zwangsweise Kaffeepausen würden in Zukunft entfallen. Damit kann die BASF AG, bei der JOOX bereits für eine schnellere Präsentationserstellung sorgt, gut leben: Das neue Tool löste erst Staunen, dann Begeisterung aus.

Keine OP mehr am offenen Herzen: SOLYP3 im Testcenter

Viele Kunden, darunter die ALTANA AG und die BASF AG, profitieren bereits vom SOLYP3-Testcenter. Unter dem Motto Keine OP mehr am offenen Herzen fasste Ralf Böhmer, Projektleiter der SOLYP Informatik GmbH, noch einmal die Vorteile des bei SOLYP gehosteten Angebots zusammen und diskutierte mit den strategieverantwortlichen Kollegen die Erfolgskriterien.

Gegenüber der bisherigen Arbeitsweise, eine kundenspezifische SOLYP3-Anwenung zunächst inhouse zu testen, dann beim Kunden und nach dessen Freigabe dort den Echtbetrieb aufzunehmen, bietet das SOLYP3-Testcenter eine Reihe von Vorteilen:

  • Auf das Testcenter haben Kunde und SOLYP3-Entwickler gemeinsam Zugriff, d. h. beide sehen denselben Prozess und evtl. denselben Fehler. Dies macht Berichte transparent, nachvollziehbar  und vor allem schneller, sodass Fehler binnen 24 Stunden behoben werden können.
  • Durch realistische Testdaten vom Kunden fließen dessen Erfahrungswerte ein und sorgen für ein wirklichkeitsnahes Testumfeld.
  • Erst wenn im Testcenter eine SOLYP3-Version abgestimmt und freigeben wurde, erfolgt die Auslieferung an den Kunden, der von einem reibungsloseren Installationsprozess und damit geringeren Installationskosten profitiert.
  • Durch einen parallelen Testcenter-Betrieb steht dem Kunden immer ein Produktiv-System zur Verfügung. Der Test z. B. neuer SOLYP3-Module beeinträchtigt die tägliche Strategiearbeit in keiner Weise.

Wenn also eine Erweiterung oder eine Umstrukturierung des bestehenden SOLYP3-Systems erfolgt darin waren sich die eifrig diskutierenden Strategie-verantwortlichen einig , sollte dies immer zunächst im Testcenter geschehen. Dies sei auch nützlich, um alle Möglichkeiten des Systems auszuloten: Häufig weiß man erst, was man will, wenn man es auch sieht, bemerkte ein SOLYP3-Nutzer treffend.

Hinsichtlich der Testdaten herrschte ebenfalls Einigkeit: diese sollten so realitätsnah wie möglich ausfallen, um auch einen realistischen Testbetrieb zu ermöglichen. Böhmer betonte, dass eine Befüllung des Testcenters mit reinem Blindtext die Aussagekraft der Tests drastisch einschränke. Allerdings erfordere die Initialbefüllung des Systems durch den Kunden einen gewissen Aufwand sowie die Bereitschaft, eventuell sensible Daten außer Haus zu geben.

Die BASF AG hat diesen Schritt nicht gescheut und sehr realitätsnahe Daten zur Verfügung gestellt und eingepflegt. Das Resultat: Reaktions- und Entwicklungszeiten haben sich entscheidend verkürzt. Das ganze System, so Martin Rügamer, Mit-Gründer und Chef-Entwickler der SOLYP Informatik GmbH, sei sehr viel agiler geworden.

Ein Blick auf den Wunschzettel: Was hat SOLYP3 2016 erfüllt – und was beschert das neue Jahr?

Die vorweihnachtliche Festtagsstimmung inspirierte Rügamer und Borchers zum Abschluss einer rundum gelungenen Veranstaltung, noch einmal einen Blick auf den SOLYP3-Wunschzettel des Jahres 2016 zu werfen. Viele Features, Neuerungen und Verbesserungen können die SOLYP3-Entwickler ihren Kunden dieses Jahr unter den Baum legen:

  • Nucleus7 stellt für die Kernversion von SOLYP3 ein deutliches Facelift dar; das Upgrade auf JAVA8 schließt sensible Sicherheitslücken, die JAVA7 noch offenließ.
  • Manch einer möchte sie als Eingabehilfe nicht mehr missen: Interaktive Infoboxen unterstützen die Stammdatenpflege, indem sie die vier zuletzt bearbeiteten Einheiten beschreiben und Hinweise zum Eingabeverfahren liefern. Wer sie nicht nutzen möchte, kann sie ganz einfach einklappen.
  • Eine Erleichterung besonders für Super-User: Infix bietet eine Volltextsuche in Listen, zeigt Treffer an und hebt die Fundstellen hervor.
  • Die Administration von Klassifikationskriterien wurde erheblich komfortabler gestaltet. Abhängigkeiten können jetzt direkt im Strukturbaum verschoben werden; auch ohne Zwischenzuspeichern können mehrere Datensätze auf einmal bearbeitet werden.
  • Für bestimmte Fragebögen können jetzt abgestufte Schreibrechte vergeben werden. Dies bedeutet in der Praxis: Top-down werden die Fragebögen offengehalten und sind der Bearbeitung zugänglich, während sie bottom-up zu bestimmten Zeitpunkten geschlossen werden, sodass keine Befüllung mehr möglich ist. Eine einheitliche Datengrundlage wird somit zentral vom System selbst gewährleistet und muss nicht mehr individuell verfolgt werden.

Aber auch für Anfang 2017 nehmen sich die SOLYP3-Entwickler wieder vor, eine ganze Reihe ambitionierter Wünsche zu erfüllen – viele wurden von Kunden inspiriert, einige entspringen dem eigenen Ehrgeiz:

  • Nach Oracle, Microsoft SQL Server und IBM DB2 wird das Portfolio von SOLYP3 um die in Berkeley entwickelte Open Source Datenbank PostgreSQL erweitert. PostgreSQL unterstützt Windows, Linux und Unix und ist auch von kaufmännischer Seiter her interessant, da Lizenzkosten für den Betrieb entfallen.
  • Die Report-Erstellung soll um neue Optionen ergänzt werden: Eine Auwahl von Folien oder von ganzen Kapiteln kann im Vorhinein individuell zusammengestellt werden, sodass nicht mehr aus dem gesamten Report herausgekürzt werden muss.
  • Zahlenlastige Folien unterer Ebenen sollen auf einer höheren aggregiert werden können – und zwar direkt im Client. Dies ermöglicht einen raschen Überblick über harte Kennzahlen ohne Berücksichtigung von weichen Daten oder Spezialfällen.
  • JIRA heißt ein neues Ticketing-Tool zur Protokollierung von Bugs und Features, das die Kommunikation zwischen SOLYP3-Entwicklung und Kunden ohne Medienbrüche ermöglicht. Mussten bisher E-Mails mit Fehlerbeschreibungen und Screenshots hin- und hergeschickt werden, kann der Kunde jetzt auf einen Blick den Status des Tickets einsehen. Dies erhöht die Transparenz und verringert Fehler – zumindest in der Theorie. Der Praxistest einer JIRA-Demo-Version soll zeitnah erfolgen, um die Auswirkungen auf die Kundenkommunikation abschätzen zu können.

Mit diesen und vielen anderen Neuerungen und Verbesserungen unterstützt die SOLYP3-Entwicklung den Anspruch des gesamten Unternehmens, SOLYP3 jeden Tag ein bisschen besser zu machen. Über Input und Feedback, Lob und Kritik unserer Kundinnen und Kunden freuen sich dabei alle SOLYP-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. Sie sind darauf angewiesen, um ihre Ambitionen in die Tat umsetzen zu können. Der Key User Circle hat dieses Jahr erneut dazu beigetragen. Dafür möchte sich das gesamte SOLYP-Team herzlich bedanken!

Wir bedanken uns darüber hinaus ganz besonders beiDaniela Peñailillo von der ALTANA AG sowie Dominik Semet von der SCHULER AG für ihre anregenden Vorträge, aber auch bei den übrigen engagierten Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmern! Wir hoffen, Sie konnten Ideen und Inspirationen für Ihre Strategiearbeit gewinnen, sich über die tägliche Arbeit hinaus austauschen und einen festlichen Abend in der Weihnachtsstadt Nürnberg genießen.