Nachbericht zum 3. SOLYP3 Key User Circle

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Am vergangenen Dienstag reisten Strategiemitarbeiter aus der ganzen Republik und den unterschiedlichsten Branchen wieder einmal ins vorweihnachtliche Nürnberg, um am diesjährigen SOLYP3 Key User Circle teilzunehmen. Neben vielen bekannten Gesichtern durften wir dabei auch einige neue Gesichter begrüßen. Dem bewährten Veranstaltungsformat folgend, stellten zunächst mit der JOB AG und BASF zwei unserer Kunden ihren jeweiligen strategischen Planungs- bzw. Controllingprozess vor und erläuterten, wie die Strategic Intelligence Software SOLYP3 diesen softwareseitig unterstützt.

„Tun wir die richtigen Dinge richtig?“ – Strategische Planung bei der JOB AG

In ihrem sehr gelungenen Vortrag ging Ines Jahreis zunächst der Frage nach, warum ein deutschlandweit tätiges Personaldienstleistungsunternehmen wie die JOB AG überhaupt eine strategische Planung benötigt. Sie erklärte, dass tiefgreifende wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformationsprozesse und die zunehmende Schnelllebigkeit, Ungewissheit und Komplexität des heutigen Marktumfeldes Unternehmen stärker denn je dazu zwängen, ihr Geschäft immer wieder aufs Neue auf den Prüfstand zu stellen und weiterzuentwickeln. Die Kernfrage, die sich jedes Unternehmen stellen sollte, laute: „Tun wir die richtigen Dinge richtig?“

Um diese Frage beantworten zu können, folgt der Strategieprozess der JOB AG einer adaptierten Direttissima–Logik (s.h. Abb. 1). Dabei wird zunächst der relevante Markt definiert und in Hinblick auf mögliche Chancen und Risiken sowie die Stärken und Schwächen des eigenen Unternehmens und der Wettbewerber hin analysiert und evaluiert. Basierend auf der Beurteilung der Ausgangslage werden daraufhin die Unternehmensziele für die kommenden fünf Jahre sowie die strategische Positionierung (Kundennutzen) festgelegt. Im Rahmen der Strategieumsetzung werden schließlich die Fünfjahresziele auf SMARTe Jahresziele für die Divisionen, Niederlassungen und Mitarbeiter heruntergebrochen und geeignete Maßnahmen abgeleitet.

Job AG DirettissimaLogik

©JOB AG

Abb. 1: Adaptierte Direttissima–Logik als Basis der Strategieentwicklung umgesetzt in der Navigationsübersicht in SOLYP3

Wie Ines Jahreis weiter ausführte, wurde SOLYP3 bei der JOB AG auf Initiative des Vorstands hin eingeführt, der sich ein gemeinsames Tool für alle Divisionen und Niederlassungen des Unternehmens wünschte. Die bessere Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit der Daten, die Möglichkeit einer top-down/bottom-up Dateneingabe sowie auch der deutlich reduzierte Arbeitsaufwand spielten bei der Entscheidung für SOLYP3 eine wichtige Rolle. Ein unmittelbarer positiver Effekt der Einführung der Software war, dass die einzelnen Niederlassungen seither gezwungen sind, sich regelmäßig „mit sich selbst und der Umwelt kritisch auseinanderzusetzen“, erklärte Jahreis. So stellte sich u.a. heraus, dass sich viele Niederlassungen gar nicht darüber bewusst waren, wer ihre wichtigsten Wettbewerber sind und inwiefern sie sich von diesen unterscheiden oder eben nicht.

Einige Features von SOLYP3, die Ines Jahreis gegenüber den übrigen Veranstaltungsteilnehmern lobend hervorhob, waren die Möglichkeit externe Daten (hier Daten von der Bundesagentur für Arbeit) zu importieren und zu verwerten, die vielfältigen Reportmöglichkeiten, das SOLYP3 Wiki, das Usern Hilfestellung bei der Bearbeitung der digitalen Fragebögen bietet, sowie die SOYLP3 Dashboards, die von der JOB AG in erster Linie genutzt werden, um den Planungsfortschritt überprüfen zu können (s.h. Abb. 2).

Dashboard Aktivitaet Fortschritt

Abb. 2: SOLYP3 Dashboard: Arbeitsaktivität und -fortschritt


Strategisches Controlling beim größten Chemiekonzern der Welt

Auch Florian Weisenbach betonte zu Beginn seines Vortrages die Bedeutung von großen Transformationsprozessen für den langfristigen Unternehmenserfolg und erklärte, dass sich BASF in Reaktion auf die globalen Megatrends Bevölkerungswachstum, Ressourcenknappheit und Urbanisierung eine neue Strategie unter dem Motto „We create chemistry for a sustainable future!“ zugelegt habe. Durch innovative Produkte in vielen verschiedenen Branchen möchte der Chemieriese künftig „einen Beitrag leisten, Ressourcen zu schonen, Ernährung zu sichern und die Lebensqualität zu verbessern“.

In der Strategiearbeit setzt BASF bereits seit 2009 auf SOLYP3. Die Software wird in den Bereichen Strategische Planung, Strategisches Controlling, R&D Controlling und Branchenbeobachtung eingesetzt. Im jährlich stattfinden strategischen Controlling, erläuterte Weisenbach, verfolgt BASF einen Bottom-up-Ansatz ausgehend von den 83 strategischen Business Units (SBU) über die Funktions- und Regionalstrategien bis hin zur Dachstrategie für den Konzern als Ganzen. Angesichts der großen Breite des Portfolios, erklärte Weisenbach, könne man sich gut vorstellen, dass es „nicht immer leicht ist, die vielen SBUs in einem standardisierten Controlling Prozess unterzubringen“. Ohne softwareseitige Unterstützung sei dies kaum mehr zu leisten.

Die Dateneingabe in SOLYP3 erfolgt in einem „Wechselspiel zwischen den SBUs und der Zentrale Strategisches Controlling“. Mit Hilfe von zentral vordefinierten Fragebögen sind alle SBUs angehalten, Angaben zu den folgenden Punkten machen: Marktattraktivität, Wettbewerbsfähigkeit, Wachstumsziele, Investitionsaufwand, R&D Aufwand und Relevanz, Akquisitionen sowie—besonders wichtig—das Alleinstellungsmerkmal bzw. die Differenzierungsfaktoren. Die Zentrale überwacht den Fortschritt und kommentiert gegebenenfalls die Eingaben. Der Output erfolgt auf jeweils sechs einheitlich und übersichtlich gestalteten PowerPoint Folien pro SBU, die Ist-/Soll-Vergleiche sowie das Erkennen von funktionsübergreifenden Trends ermöglichen. Ein aggregierter Gruppenbericht wird von der zentralen Controllingabteilung schließlich dem Vorstand zur Entscheidung vorgelegt.

Ein wichtiger Vorteil von SOLYP3, betonte Weisenbach, sei neben der verbesserten Standardisierung und Automatisierung, die Möglichkeit, Daten jederzeit, überall und parallel eingeben zu können. So seien in den 83 SBUs des BASF Konzerns jeweils mehrere Mitarbeiter in den strategischen Controllingprozess involviert und könnten nun alle gleichzeitig mit dem Tool arbeiten.


SOLYP3 Weiterentwicklung

Zum Abschluss der eintägigen Veranstaltung gaben Jan Borchers und Martin Rügamer den Teilnehmern noch einen Überblick über die SOLYP3 Weiterentwicklung der vergangenen zwölf Monate und die Neuerungen, die derzeit in der Pipeline sind. Ausführlichere Informationen hierzu erhalten Sie in Kürze in einer gesonderten Pressemitteilung. Seien Sie gespannt!

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals ganz herzliche bei den Rednern und Teilnehmern bedanken und freuen uns schon jetzt auf den nächsten SOLYP3 Key User Circle im kommenden Jahr!