Nachbericht zum Business Dinner mit Horváth & Partners

Montag, 27. Mai 2013

Am Mittwoch, 15. Mai 2013, fand unser Business Dinner statt, das wir gemeinsam mit Horváth & Partners in Stuttgart durchgeführt haben.

In vertrauter Atmosphäre bei 12 Teilnehmern – alles Strategieverantwortliche aus international erfolgreichen Unternehmen – wurde zum Thema „Die Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen: Ein Fitness-Programm für mehr Markterfolg" diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht.

Dr. Oliver Greiner, Partner und Leiter Competence CenterStrategy & Sales von Horváth & Partners, hat den inhaltlichen Teil des Abends mit seinem mit Praxisbeispielen gespickten Vortrag eröffnet. Unabdingbare Voraussetzung für einen Markterfolg sei, sich detailliert mit seinem Geschäftsmodell auseinander zu setzen und es zu verstehen – nur so könne man es gezielt einschätzen, bewerten und weiterentwickeln. Ziel eines echten „Strategie-Champions" sei es, anders und besser zu sein:

Strategie Champion

Abb. 1: Strategie-Champion müssen sich abheben können (Copyright Horváth & Partners)

Anhand bekannter Beispiele wie HILTI, MAGNUM Eiscreme und LOCTITE (einer erfolgreichen Henkel-Marke) zeigte Greiner, wie sich das Geschäftsmodell der Marktführer präsentiert und mit welchen Strategien sie ihren Markterfolg erklären. Die Methodik, die er dabei anwandte, um die Genetik von Geschäftsmodellen zu entschlüsseln, ist das „7-K Prinzip" von Horváth & Partners:

 

7K-Prinzip

Abb. 2: 7-K Prinzip zur Analyse des Geschäftsmodells (Copyright Horváth & Partners)


Jeder einzelne dieser sieben Aspekte muss in Bezug auf den Strategischen Kern analysiert werden. Voraussetzung dafür ist natürlich, den Strategischen Kern auch zu kennen. Das heißt, bevor es überhaupt an die Geschäftsmodellanalyse oder–entwicklung geht, müssen die grundlegenden Fragen geklärt sein: Was macht mein Leistungsangebot aus? Wen möchte ich damit adressieren? Wo will ich mich bewegen?

Das war auch erster großer Diskussionspunkt, der rege an den Tischen besprochen wurde. Die einheitliche Meinung war am Ende, dass die Geschäftsmodellgenetik unbedingt behandelt werden müsse. Schließlich kann man nur etwas, das man kennt, auch formen.

Interessant war der anschließende Punkt zur Operationalisierung des Geschäftsmodells: Wie überführe ich die strategische Ausrichtung in mein Unternehmen, dass es tatsächlich durchgeführt und gelebt wird? Auch hier wurde man sich schnell einig: Durch strategische Initiativen! Initiativen, die konsequent an der strategischen Ausrichtung entlang entwickelt werden, ergänzt durch Verantwortlichkeiten, Milestones und unterlegt mit entsprechend passendem Budget. Eine Herausforderung dabei ist, die Denkweise der Strategischen Planung im Unternehmen zu sensibilisieren, Akzeptanz zu schaffen und sie fest in die Unternehmenskultur zu verankern.

Weiter ging es dann mit dem Vortrag von Alexander Zimmermann, der anhand des Initiativen-Fokus vorgestellt hat, wie man die Operationalisierung des Geschäftsmodells systemseitig abbildet. Schwerpunkt der Präsentation war die Entwicklung und vor allen Dingen die Umsetzung sinnvoller strategischer Initiativen, die sich konsequent darauf ausrichten müssen, das vorgegebene Ziel zu erreichen. Besonders hilfreich haben die Teilnehmer an dieser Stelle das Initiativen-Portfolio angesehen, in dem man auf einen Blick die einzelnen Initiativen bewerten kann, sowie die Berechnung der Initiativen auf den Base Case:

Initiativen Fokus Portfolio Initiativen Fokus Balken

Abb. 3: Der Initiativen-Fokus von SOLYP

Diskussionspunkt hier war die Transparenz, die im Unternehmen geschaffen wird: Die einzelnen Initiativen lassen sich miteinander vergleichen, die Strategischen Planungseinheiten können verglichen werden und man kann auf einen Blick die Performance der verschiedenen Strategischen Planungseinheiten einschätzen. Letztlich wurde dieser Punkt positiv aufgenommen, da er positive Auswirkungen auf die Motivation der einzelnen Einheiten hat, bestmöglich zu performen.

Sehr gefreut hat es uns, dass an den Tischen wieder ein reger Austausch zwischen den Teilnehmern ablief. Es wurde sich sehr viel über die unterschiedlichen Geschäfte unterhalten, wer was wie macht und welche Erfahrungen es dazu gibt. Das bestätigt unseren Wunsch, das Business Dinner aus künftig in einem so familiären Rahmen abzuhalten – die Teilnehmer fühlen sich einfach rundum wohl!