Strategie Videos

Freitag, 11. April 2014

Auf YouTube findet man nicht nur die neuesten Fun-Clips, die man mit Freunden und Kollegen teilen kann, sondern auch jede Menge professionell gestaltete Videos, die sich mit den unterschiedlichsten Aspekten der Strategiearbeit befassen. Wir haben uns daher mal wieder für Sie umgeschaut und einige der interessantesten YouTube Videos zum Thema zusammengestellt. Viel Spaß beim Anschauen!


Booz & Company: The Grass Isn’t Greener - Why 'Industry Hopping' Is Not the Answer to Your Growth Problem

Dieses kurze Video räumt mit dem weitverbreiteten Mythos auf, dass einige Branchen erfolgsversprechender sind als andere. In einer großangelegten Studie hat die Beratungsfirma Booz & Company über 6.000 Unternehmen aus 65 Branchen weltweit über einen Zeitraum von zehn Jahren untersucht. Das klare Ergebnis: Die durchschnittliche Shareholder Performance ist über alle Branchen hinweg ähnlich. Die größten Abweichungen bestehen vielmehr innerhalb jeder Branche, wo die Unterschiede zwischen den Unternehmen enorm sind. Die Top-Performer in nahezu jeder Branche übertreffen die durchschnittlichen Unternehmen in den sog. „Hot Industries“ bei weitem. Der Weg zu erfolgreichem Wachstum und Shareholder Value liegt, laut Evan Hirsh, Partner bei Booz & Company, demnach darin, in der eigenen Branche zu gewinnen.


Jay Kim: “’Growth-thirsty’" companies are overpaying on mergers & acquisitions”

Aufgrund seiner Erfahrung in der Weiterbildung von Führungskräften weiß INSEAD Assistenzprofessor Jay Kim zu berichten, dass die Suche nach neuen Wachstumsmöglichkeiten die derzeit größte strategische Herausforderung für Unternehmen darstellt. Um ihren „Durst nach Wachstum“ zu stillen, setzten sie dabei zunehmend auf Fusionen und Übernahmen. Eine wissenschaftliche Studie, die Kim mit seinen Kollegen durchgeführt hat, kam dabei zu dem Schluss, dass je verzweifelter Unternehmen nach Wachstum streben (z.B. aufgrund des Drucks von Investoren), desto eher sind sie bereit, höhere Risiken einzugehen, und desto anfälliger werden sie dafür, Fehleinschätzungen vorzunehmen. Im Ergebnis führt dies dazu, dass sie für M&As zu viel bezahlen. Eine Ausnahme von dieser Regel bilden allerdings Unternehmen, die über eine langjährige M&A Geschichte verfügen. Diese zahlen meist deutlich weniger für Akquisitionen, und zwar selbst dann, wenn sie ähnlich verzweifelt nach Wachstum sind. Dank ihrer Erfahrung seien sie in der Lage, M&A Ziele objektiver und genauer zu beurteilen, sagt Kim.


Rita Gunther McGrath: “Seeing Innovation in Strategic Terms

Im Interview mit Strategy+Business erklärt Rita Gunther McGrath, Professorin an der Columbia Business School und aktuelle Preisträgerin des Thinkers50 Strategy Awards, warum sich viele Unternehmen schwer damit tun, Innovation aus einem strategischen Blickwinkel heraus zu betrachten. Den Hauptgrund sieht sie darin, dass sie Innovation immer noch mit Erfindungen gleichsetzen. Dieser sehr traditionellen, engen Definition von Innovation stellt sie den weiter gefassten Innovationsbegriff von Scott Anthony entgegen, wonach Innovationen generell etwas Neues sind, das Wert schafft. Hierzu zählen also u.a. auch Geschäftsmodell- und Prozessinnovationen. Durch die Beschränkung auf technische Neuerungen allein legen sich Unternehmen daher selbst unnötig Schranken auf. Als die größten Hindernisse für effektives Innovationsmanagement identifiziert McGrath zudem die fehlende Erfahrung von Führungskräften mit sehr innovativen, schnell wachsenden Branchen, die geringe aber zwingend notwendige Bereitschaft, sich von Annahmen statt von Wissen leiten zu lassen, sowie praktische Hürden wie mangelnde finanzielle und personelle Ressourcen und das Fehlen von entsprechenden Anreizsystemen.


Joseph Roussel: “Five core supply chain management attributes of successful companies

In diesem Video geht Joseph Roussel, Partner bei PwC Frankreich und Co-Autor des Buches Strategic Supply Chain Management (2. Aufl.), der Frage nach, was erfolgreiche von weniger erfolgreichen Unternehmen im Hinblick auf Supply Chain Management unterscheidet. Ein wesentlicher Unterschied, erläutert er, bestehe darin, dass sie einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, indem sie die fünf Kerndisziplinen Strategie, Organisation, Prozess, Kollaboration und Performancemessung parallel entwickeln und dadurch ein tieferes Verständnis für diese und deren Wechselwirklungen untereinander entwickeln. Weitere wichtigen Eigenschaften erfolgreicher Unternehmen sind Kundenorientiertheit, d.h. die Fokussierung des Managements auf die Kundenerfahrung aus der Supply Chain Perspektive heraus, maximale Belastbarkeit und Flexibilität der Supply Chain, d.h. dass Aktivitäten im Not- und Bedarfsfall weltweit verschoben werden können, sowie ein effektives Talente Management.