Strategische Entscheidungsprozesse und Big Data & Advanced Analytics in deutschen Unternehmen — PwC veröffentlicht Umfrageergebnisse

Dienstag, 02. August 2016

In der Strategiearbeit geht es in erster Linie darum, Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen darüber, wo und wie man im Wettbewerb langfristig erfolgreich agieren und bestehen will. In einer aktuellen Umfrage unter über 2.100 Entscheidungsträgern aus unterschiedlichen Branchen und Regionen weltweit hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC nun untersucht, wie sich strategische Entscheidungsprozesse in großen Unternehmen vor dem Hintergrund der Digitalisierung und Automatisierung weiterentwickeln. An der Umfrage nahmen auch 168 deutsche Entscheidungsträger aus unterschiedlichen Industrien und Unternehmensfunktionen teil. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse aus deutscher Sicht im Überblick:

  • Im internationalen Vergleich setzen deutsche Unternehmen bereits verstärkt Advanced Analytics Tools in der strategischen Entscheidungsfindung ein
    Nahezu alle befragten deutschen Unternehmen nutzen Datenanalysen zur strategischen Entscheidungsfindung (97 %). Knapp die Hälfte (49 %) gaben sogar an, dass ihre Entscheidungsfindung „sehr stark datengetrieben“ sei. Ebenfalls rund die Hälfte (52 %) nutzen bereits Advanced Analytics Tools wie prädiktive und präskriptive Analysemethoden. Damit sind sie Unternehmen in anderen Ländern einen Schritt voraus, die mehrheitlich (57 %) noch deskriptive und diagnostische Methoden bevorzugen.

  • Bei strategischen Entscheidungen vertrauen deutsche Unternehmen jedoch häufig noch primär auf das menschliche Urteilungsvermögen
    Die Studie zeigt, dass deutsche Entscheidungsträger Daten und Advanced Analytics zwar intensiv nutzen, beim Treffen wichtiger strategischer Entscheidungen aber letztlich doch eher auf ihre Intuition und Erfahrung vertrauen. So gaben 41 % der befragten deutschen Konzernlenker an, sich bei strategischen Entscheidungen primär auf ihre Intuition und Erfahrung zu verlassen. Bei Entscheidungsträgern aus anderen Ländern waren es dagegen nur 36 %. Auf interne Datenanalysen greifen 34 % der deutschen Entscheidungsträger zurück und ein Viertel von ihnen sucht externen Rat.

  • Die Einschätzung von Veränderungen im Marktumfeld prägt strategische Entscheidungen
    Während lediglich 22 % sowohl der deutschen als auch internationalen Studienteilnehmer von einem Status Quo in ihrer Branche bis 2020 ausgehen, sieht die überwiegende Mehrheit der Befragten Veränderungen auf ihre Unternehmen zu kommen. In der Einschätzung der Intensität und des Ausmaßes dieser Veränderungen zeigen sich allerdings Unterschiede zwischen den Befragten. Ein Viertel der befragten deutschen Entscheidungsträger geht davon aus, dass ihre Branche bis 2020 von tiefgreifenden disruptiven Veränderungen geprägt sein wird, die eine Bedrohung für ihr Kerngeschäft darstellen oder gar die Spielregeln der Branche auf den Kopf stellen werden. Über die Hälfte der befragten deutschen Entscheidungsträger (53 %) erwartet hingegen nur „kreative Veränderungen“, bei denen das Kerngeschäft unverändert bleibt, sich aber neue „Playing Fields“ ergeben. Global rechnen deutlich mehr der befragten Unternehmen, nämlich 35 %, mit disruptiven Veränderungen.

    In Anbetracht der angenommenen Veränderungen im Marktumfeld konzentrieren sich strategische Entscheidungen sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern vor allem auf die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, die Erschließung neuer Märkte sowie Investitionen in IT und Digitalisierung. Rund drei Viertel der deutschen Studienteilnehmer (76 %) gaben zudem an, dass ihre Entscheidungen primär darauf abzielen, durch innovativere Produkte, bessere Kundenbeziehungen und -akquise sowie höhere Marktanteile die Gewinnsituation des Unternehmens zu verbessern. Für knapp ein Viertel von ihnen stehen dagegen die Kostenreduktion und die Prozessoptimierung im Mittelpunkt strategischer Entscheidungen.

 
„Subjektivität und Intuition können nicht komplett aus unternehmerischen Entscheidungsprozessen herausgefiltert werden“, erläutert Barbara Lix, Verantwortliche für das Thema Data & Analytics bei PwC in Deutschland, die Ergebnisse der Studie. „Dennoch können Prognosen sowie das Aufzeigen und die Bewertung von Risiken als Entscheidungshilfe für strategische Entscheidungen dienen und die Entscheidungsqualität verbessern. Nur Unternehmen, die in ihrer Entscheidungsfindung das richtige Verhältnis von Kopf und Maschine finden, werden mit dem digitalen Wandel Schritt halten.“

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