Strategisches Wissensmanagement – Schwarmintelligenz digital steuern

Dienstag, 08. November 2016

In der Managementtheorie wird die Intelligenz der Vielen gegenüber der einer homogenen Gruppe, etwa eines Unternehmensvorstands, als überlegen dargestellt. Gleichwohl ist die sogenannte Schwarmintelligenz ein zufällig auftretendes Phänomen, das daher kaum in der Lage sein dürfte, den Strategieprozess eines Unternehmens zu steuern. Unser in der Fachzeitschrift BI Spektrum – Ausgabe 04/2016 erschienene Artikel zeigt, wie Strategic-Intelligence-Software schwarmintelligente Prozesse steuern und für die strategische Planung nutzbar machen kann, indem sie IT-basierte Verfahren einführt und die Erfassung und Verknüpfung harter und weicher Daten ermöglicht.

In vielen Unternehmen wird die Strategieentwicklung als Chefsache begriffen. Wer kennt Firma, Markt und Wettbewerber besser als das Top-Management? Und wer kann hinsichtlich Innovationen, Trends und politischen Entwicklungen am weitesten in die Zukunft blicken, wenn nicht das C-Level des Konzerns? Allerdings ist dieses auch am weitesten von der operativen Ebene entfernt, die strategisch gesteuert werden soll – und in der, wie Soziologie und Managementtheorie immer vernehmlicher betonen, die wahre strategische Intelligenz schlummert. Dem kaskadischen Modell der Chefperspektive wird in der Strategieentwicklung heutzutage ein eher partizipatorischer Ansatz entgegengestellt. Die Kritik an den Beschlüssen der Vorstandsebene wird dabei mit dem Argument vorgetragen, dass die Intelligenz einer hinsichtlich Alter, Geschlecht, Bildung und sozialem Status homogenen Gruppe (wie der der Unternehmenslenker) einer „Intelligenz der Vielen“ unterlegen ist: „Bereits vor Jahren hat der Soziologe James Surowiecki in seinem Weltbestseller ‚The Wisdom of the Crowds‘ anhand vieler Beispiele gezeigt, dass eine Gruppe in aller Regel klüger ist als ihr gescheitestes Mitglied. Allerdings nur dann, wenn sie inhomogen zusammengesetzt ist. Denn homogene Gruppen, also solche mit gleichartigen Mitgliedern, neigen zur Konformität, zum Konsens, zum Griff nach Routinen – und nur selten zum Erkunden von Neuem.

Den vollständigen Fachartikel zum Download finden Sie hier: Fachbeiträge Strategische Planung