Trendmonitor 2017: die wichtigsten Technologie-Trends des Jahres

Dienstag, 21. Februar 2017

Trendmonitor 2017:
die wichtigsten Technologie-Trends des Jahres

Strategieverantwortliche und Führungskräfte aufgepasst! Wir haben uns einmal im Web umgeschaut und die wichtigsten Tech-Trends des Jahres für Sie ausgemacht. Wenn Sie über die folgenden drei Themen Bescheid wissen, sind Sie bestens auf die Serviceangebote und Produktwelten der Zukunft vorbereitet.
 

  • Künstliche Intelligenz (KI) als Marketing- und Service-Booster

    Digitale Assistenzsysteme werden immer beliebter – egal ob Amazons Alexa, Siri, Google oder Microsofts Cortana. Das Resultat: Bald werden künstliche Intelligenzen über unsere Vorlieben und Verhaltensweisen bestens Bescheid wissen und uns als intelligente Alltagshelfer unterstützen können. Die Beratungsexperten Heiko Henkes und Louis Praxmarer von der Experton Group sehen in Artificial Intelligence damit den Top-Tech-Trend 2017: „Daten sind unser Rohstoff und die daraus aufgebaute künstliche Intelligenz das Benzin beziehungsweise der Strom für die moderne Welt.“

    Davon können besonders Marketing-Abteilungen profitieren: Endlich kann ein noch persönlicheres Markenerlebnis generiert und gleichzeitig Streuverluste bei digitalen Werbemaßnahmen vermieden werden. Für Unternehmen aktuell besonders interessant: Chatbots, mit denen die Kosten für den Kundendienst enorm reduziert werden können. Der Technologiekonzern Gartner erwartet beispielsweise, dass im Jahr 2020 mehr als 85 Prozent der Kundeninteraktionen durch intelligente Automatisierung abgewickelt werden.
     

  • Augmented Reality (AR) wird zur Realität

    Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) gelten 2017 als ultimative Wachstumsmärkte: Nach den ersten etablierten Produkten wie HTC Vive, Oculus, Samsung Gear und Microsoft Hololens bilden sich langsam konkrete Anwendungsszenarien für die neuen Techniken heraus. Technologie-Experte Robert Gögele, Geschäftsführer von Avanade, sieht vor allem AR-Technologien auf dem Vormarsch. Er rät Unternehmen, schnellstmöglich individuelle Einsatzmöglichkeiten für die neue Technologie zu entwickeln: „AR-Erlebnisse sind vergangenes Jahr nicht zuletzt mit Pokemon bekannt geworden – nun verändern sie für Unternehmen die Möglichkeiten, mit ihren Kunden zu interagieren und gerade im Service-Bereich deutlich effizienter zu arbeiten.“

    Dabei sind die Einsatzbereiche für AR-Anwendungen schon heute vielseitig: Mit der App Google Goggles kann man sich mittels AR Zusatzinformationen zu Produkten, Gemälden oder Sehenswürdigkeiten einblenden zu lassen. Möbelhersteller nutzen die neue Technik, damit ihre Kunden virtuell Möbel in ihrem Wohnzimmer platzieren können. Und auch in der industriellen Fertigung oder der Medizin wird AR bereits eingesetzt – zum Beispiel, um während einer Operation mittels 3D-Röntgenbildern zu zeigen, wo beim Patienten die Blutgefäße verlaufen. Kaan Karaca von der Marketing- und Technologieagentur DigitasLBi hält die neue Technik künftig aber auch im B2B-Bereich für unverzichtbar: „Insbesondere für B2B-Marken öffnet sich hier neues Geschäftspotenzial, um abseits der auf Verbraucher fokussierten VR-Anwendungen bei AR-Szenarien die richtigen Anwendungen und Technologie und somit Präsenz in den Köpfen der Anwender zu erzeugen.“
     

  • Unumgänglich: Multichannel-Kommunikation im B2B

    Jetzt heißt es „aufwachen“: Bevor neue Techniken etabliert werden können, müssen viele B2B-Unternehmen die ersten Monate in 2017 erst einmal dazu nutzen, ihren Rückstand auf das B2C-Segment im digitalen Marketing aufzuholen, meint Digital Business Experte Olaf Kleidorn von der Unternehmensberatung ARITHNEA. „Die Online-Händler aus dem B2C-Umfeld haben mit ihren Services und ihrer gezielten Kundenansprache neue Standards gesetzt – und an denen müssen sich heute auch B2B-Unternehmen messen lassen.“

    Im Mittelpunkt steht 2017 somit auch im Business-Bereich ein kundenzentriertes Nutzungserlebnis und eine konsistente Customer Journey: Datenverfügbarkeit, Prozessautomatisierung, Cross Channel Kommunikation und analytische Intelligenz sind hier wichtige Stichworte. Auch Henrik Salzgeber von der Agentur moog betont: „Wir dürfen Online nicht weiter als Insel betrachten und nicht nur in Kanälen denken – Online und Offline müssen verzahnt werden. Unsere Zukunft heißt Dialog-Management.“ Das heißt auch, dass Produkte von der Stange ohne Mehrwert 2017 nicht mehr gefragt sind: Kreation, Innovation, Visualisierung und Content werden wichtiger denn je.