SOLYP-Blog

Unternehmen stecken viel Kreativität, Energie und Ressourcen in die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Wenn es aber darum geht, den durch die Innovation geschaffenen Wert (engl. „Value Creation“) einzufangen und in Gewinn umzuwandeln (eng. „Value Capture“), sind dem Einfallsreichtum vieler Führungskräfte leider allzu oft Grenzen gesetzt. Entweder setzen sie sich mit dem Thema „Value Capture“ in der Annahme, dass sich Innovationen schon von alleine bezahlt machen, gar nicht auseinander, oder aber sie reduzieren es allein auf die Preisfrage. Damit verschenken sie großes Wachstumspotenzial...

In dynamischen, technologieorientierten Branchen stellt Innovationsfähigkeit eine wichtige, wenn nicht gar die wichtigste Quelle für Wettbewerbsvorteile dar. Innovationen können grundsätzlich auf zwei Wegen entstehen: innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Letzteres geschieht meist im Rahmen von Auftragsforschung, in Kooperation mit anderen Firmen oder durch den Kauf von Technologien, Lizenzen und Unternehmensrechten. Ein relativ neuer Ansatz, der jedoch immer beliebter zu werden scheint, ist dagegen das sogenannte „Acqui-hiring“.

Wie bereits kürzlich an dieser Stelle berichtet, ist Harvard Business School Professor Clayton Christensen erneut von Thinkers50 zum weltweit einflussreichsten Managementdenker gekürt worden. Christensen ist meist bekannt durch seine wegweisende Idee der „disruptiven Innovation“, die eine ganze Generation von Managern geprägt und bis heute nichts an ihrer Aktualität und Dringlichkeit eingebüßt hat. Dennoch besteht bei vielen Leuten aus der Unternehmenspraxis Unklarheit darüber, was disruptive Innovation genau ist und inwiefern sie die Strategiearbeit beeinflusst. Wir möchten daher die Gelegenheit nutzen, das Konzept einmal genauer zu betrachten.

Innovationsmanagement im Wandel

Montag, 03. Juni 2013

Innovationen gelten nach wie vor als wichtigster Treiber für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Der traditionelle Innovationsmanagementansatz westlicher Unternehmen, gekennzeichnet durch einen hohen Ressourceneinsatz, lange Entwicklungszyklen und fehlende Einbeziehung von Kunden und anderen externen Stakeholdern, hat jedoch inzwischen weitgehend ausgedient. Globalisierung, zunehmender Kosten- und Wettbewerbsdruck sowie der Siegeszug des Social Web drängen immer mehr Unternehmen dazu, ihre Vorgehensweisen in Sachen Innovationsmanagement grundsätzlich zu überdenken. Drei anhaltende Trends im Innovationsmanagement wollen wir Ihnen heute vorstellen.

Innovationsfähigkeit gilt unbestritten als einer der wichtigsten Treiber für nachhaltigen Unternehmenserfolg. Empirische Studien belegen dies immer wieder. Die Entwicklung von neuartigen Produkten und Dienstleistungen, die dem Kunden einen wirklichen Mehrwert bieten, ist jedoch in der Regel mit großen Risiken verbunden. Werden Kundenbedürfnisse und Wettbewerbsbedingungen falsch eingeschätzt oder kommt es bei der Markteinführung zu unerwarteten Verzögerungen, müssen Unternehmen nicht nur um ihr investiertes Geld fürchten. Sie laufen obendrein auch noch Gefahr, durch die Fehlinvestitionen den Anschluss an die Konkurrenz zu verpassen und ihre hart erkämpfte Wettbewerbsposition einzubüßen.