SOLYP-Blog

Das Organisieren und Leiten von Workshops will gelernt sein. Dies gilt umso mehr, wenn es dabei um so zentrale Fragen wie die Entwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie geht. Schließlich können die Ergebnisse solcher Strategie-Workshops entscheidenden Einfluss auf die zukünftige Performance des Unternehmens nehmen—positiv wie negativ. Neue, frische Ideen, die in Workshops erarbeitet werden, können die Weichen für ein erfolgreiches Weiterbestehen im Wettbewerb stellen. Halbherzige, subjektive Analysen hingegen können dazu führen, dass wichtige Veränderungen im Unternehmensumfeld falsch eingeschätzt oder gar verschlafen werden. Hier sind deshalb 10 Tipps für Sie, wie Sie das Bestmögliche aus Ihrem nächsten Strategie-Workshop herausholen können.

Die Zeiten, in denen Unternehmensstrategien unter strengster Geheimhaltung standen und nur einem kleinen Zirkel an Top-Executives bekannt waren, sind längst vorbei. Nicht nur Mitarbeiter und Kunden, sondern auch Anleger fordern immer mehr Transparenz bezüglich der künftigen Ziele und Pläne von Unternehmen ein. Und dies keineswegs zum Nachteil der Unternehmen.

In der einschlägigen Management-Literatur wird die Verteilung von Wissen in Unternehmen mit einer Metapher beschrieben, die nach den Sommerferien besonders plausibel klingt: Wissen neige dazu, Inseln zu bilden, und zwar in den Köpfen der Angestellten. Was nach einem sonnigen Betriebsklima klingt, birgt jedoch ernstzunehmende Gefahren. Denn Inseln haben keine Verbindung zum Festland; sie können untergehen und von der Landkarte verschwinden. Weniger metaphorisch: Gerade die besten Köpfe mit dem meisten Sachverstand stehen eventuell abseits der Kommunikationsströme ihres Unternehmens, können oder wollen sich nicht in strategische Prozesse einbringen, ja, verlassen schlimmstenfalls den Betrieb mit all ihrem Know-how. Was bedeutet die Insel-Verteilung von Wissen für den Strategieprozess Ihres Unternehmens? Wie kann ein einheitlicher, kommunikationsfreudiger und zielgerichteter Strategieprozess alle Verantwortlichen „ins Boot holen“ und von deren Wissen profitieren?

Was haben Unternehmen wie IBM, Philips, Unilever (Dove) und McKinsey & Company gemeinsam? Sie alle gelten als „Thought Leader“ innerhalb ihrer jeweiligen Branche. Eine Position, die sie sich über viele Jahre hinweg mit entsprechenden großangelegten Content Marketing Programmen gezielt und hart erarbeitet. Aber was genau unterscheidet diese wenigen „wahren“ Meinungsführer von der großen Zahl von „selbsternannten“ und „möchtegern“ Meinungsführern, die über die unterschiedlichsten Publikationskanäle versuchen, potenzielle Kunden von ihren Kompetenzen und ihrem Know-how zu überzeugen?

Erhöhung des Marktanteils um 5%, Reduzierung der Produktionskosten um 10%, Erschließung neuer Geschäftsfelder, Investitionen in F&E — Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor? Wenn ja, kein Wunder, bestehen doch die meisten Strategiepläne aus derartigen Auflistungen von Zielen und Maßnahmen. Das Bullet-Point-Format ist nach wie vor Standard, obwohl die Probleme, die sich daraus ergeben, seit Langem bekannt sind.