SOLYP-Blog

Key Performance Indicators (KPIs) kennen und nutzen die meisten Unternehmen. Bei den Key Risk Indicators (KRIs) sieht es dagegen schon etwas anders aus. KRIs sind Frühwarnindikatoren, die eine Veränderung im Risikoprofil des Unternehmens signalisieren. Sie ermöglichen der Unternehmensführung und dem Management, latente Risiken im internen und externen Unternehmensumfeld, die die Erreichung der strategischen und operativen Unternehmensziele gefährden könnten, frühzeitig zu identifizieren und mit der Ergreifung geeigneter Maßnahmen aktiv gegenzusteuern. KRI-Systeme sind ein wichtiges Element eines effektiven strategischen Risikomanagementprozesses. Dennoch werden sie von vielen Unternehmen nicht oder nur in unzureichendem Maß genutzt. Was gilt es also bei der Entwicklung von KRI-Systemen zu beachten?

Dieser Tage geben sich wieder einmal Spitzenpolitiker, Topmanager, hochrangige Wissenschaftler und Intellektuelle aus aller Welt im schweizerischen Davos die Ehre, um beim traditionellen Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums über aktuelle globale Herausforderungen zu diskutieren. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung hat das Weltwirtschaftsforum seinen diesjährigen Global Risks Report veröffentlicht. Neben einer Prognose der zu erwartenden Risiken greift der Bericht auch aktuelle Trends im Risikomanagement auf und schlägt Strategien vor, wie Unternehmen ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den Schockwirkungen systemischer globaler Risiken erhöhen können.

Strategisches Risikomanagement war hier in den letzten Wochen schon öfter das Thema – nicht nur ein Blogbeitrag, der zwei interessante Studien zu diesem Thema von Economist Intelligence Unit (EIU) bzw. von Harvard Business Review Analytic Services (HBRAS) beleuchtet, sondern auch die Zusammenfassung des Campus for Strategy & Leadership & Leadership hatte diesen Schwerpunkt, gerade hinblicklich der Volatilität der heutigen Zeit.

Durch jüngste Ereignisse wie die Finanzkrise und die Erdbebenkatastrophe in Japan ist das Risikomanagement in multinationalen Unternehmen branchenübergreifend verstärkt in den Fokus gerückt. Unternehmen, die einen echten strategischen Ansatz zum Risikomanagement verfolgen, sind jedoch nach wie vor eher die Ausnahme denn die Regel. Und dies obwohl die Bedeutung eines guten strategischen Risikomanagements für den Erfolg und das Überleben des Unternehmens von vielen Führungskräften sehr wohl anerkannt wird. Zu diesem übereinstimmenden Ergebnis kommen zwei unabhängige Studien, die 2010 und 2011 von Economist Intelligence Unit (EIU) und Harvard Business Review Analytic Services (HBRAS) durchgeführt wurden. Gesponsert wurden die Studien von ACE und KPMG beziehungsweise der Zurich Financial Services Group.