SOLYP-Blog

Als ich vor kurzem die Visits unseres Strategie-Blogs unter die Lupe nahm, musste ich mir verwundert die Augen reiben: Fast 40% aller Besucher hatten den Beitrag über John Kotters 8-Stufen-Modell angeklickt! Und das, obwohl wir in den letzten Monaten viele andere, auf den ersten Blick modernere Strategie-Modelle vorgestellt und diskutiert hatten... 

Wir unterscheiden zwei wesentliche Aufgaben erfolgreicher Unternehmen: Eine klare Vision zu haben, wo das Unternehmen in zehn Jahren stehen soll, und den richtigen Fokus zu setzen, was konkret die nächsten drei Monate zu tun ist. In den meisten Unternehmen gibt es eine formulierte Vision, die an der Wand eines Meetingraums ihr unbeachtetes Dasein fristet. Die starke, mitreißende Strahlkraft fehlt hier aber oft. Die Bereitschaft, sich mit der konkreten Formulierung auseinanderzusetzen, fehlt meist auch. Und zwar aus einem einfachen Grund: Der Nutzen wird nicht deutlich. Dabei ist eine klare Vision viel mehr, als ein blumig formulierter Satz, der auch als Claim einer Werbekampagne dienen könnte.

Wie können wir unsere Organisation zu einer High-Performance-Organisation entwickeln, in der das Sich-Verbessern ein Teil der Alltagsarbeit ist? Das fragen sich viele Unternehmen. Ein „Instrument“, um eine solche Kultur zu schaffen, ist das Hoshin Kanri-Managementsystem, das auch unter dem Namen Policy Deployment bekannt ist.

Soll ich meine Salesforce aufstocken, die Produktqualität erhöhen oder die Preise für meine Kunden senken? Drei Möglichkeiten, ein Unternehmen in den nächsten Wettbewerbszyklus eines umkämpften Marktsegments zu führen, die wir gewiss alle schon einmal diskutiert haben. Eine belastbare Unternehmensstrategie, die hohe Prognosefähigkeit durch die Verknüpfung weicher und harter Daten erlangt hat, muss solch eine Fragestellung beantworten und klare Handlungsanweisungen geben können. Doch kann sie das nur, wenn sie umgesetzt und wirkungsvoll ins Unternehmen implementiert wurde...

An dieser Stelle war in letzter Zeit des Öfteren die Rede davon, dass Unternehmen sich immer wieder neu erfinden müssen, um im heutigen von Komplexität, Unsicherheit und Volatilität geprägten Marktumfeld langfristig bestehen zu können. Dies betrifft die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen ebenso wie die Entwicklung alternativer Geschäftsmodelle und die Anpassung der Unternehmenskultur. Eine strategische Neuausrichtung ist jedoch alles andere als ein leichtes Unterfangen und trifft innerhalb der Belegschaft meist unweigerlich auf Widerstand.