Strategielexikon von A bis Z

Nach Kreikebaum (1997) werden zwei Arten von unternehmerischen Absichten unterschieden: Generelle Absichten sind die Unternehmensgrundsätze, die die langfristige Ausrichtung des Unternehmens kennzeichnen [...]

Der engl. Begriff „strategic Alignment“ bezeichnet die konsequente Ausrichtung des Handelns aller Abteilungen und Mitarbeiter an der Unternehmensstrategie. Strategic Alignment gilt gemeinhin als einer der wichtigsten Treiber für die erfolgreiche Strategieumsetzung [...]

Als Alleinstellungsmerkmal (engl. Unique Selling Proposition) wird das herausragende Leistungsmerkmal bezeichnet, mit dem sich ein Angebot deutlich vom Wettbewerb abhebt [...]

Übersetzt man den Begriff „Balanced Scorecard" wörtlich, dann bedeutet er „ausgewogenes Berichtswesen". Balanced Scorecard steht für eine Managementmethode, die im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung ein Unternehmen basierend auf Kennzahlen und Zielen ganzheitlich beurteilt [...]

Benchmarking ist ein Verfahren, mit dem das Produkt oder die Prozesse eines Unternehmens mit den besten der Konkurrenz verglichen werden. Damit liefert das Benchmarking eine solide Einschätzung, wie gut die eigenen Produkte und Prozesse im Vergleich zur Konkurrenz tatsächlich sind. Gleichzeitig kann damit das vorhandene Optimierungspotenzial identifiziert werden [...]

Die Chancen-Risiken-Analyse ist eine Analyse der Chancen und Risiken eines Unternehmens und ist ein Teil der SWOT-Analyse, mit der insgesamt die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken eines Unternehmens identifiziert werden. Die Chancen-Risiken-Analyse gehört zum strategischen Management und zur strategischen Unternehmensplanung [...]

Die Comstrat-Analyse (COMpetitive STRATegy) stellt einen ganzheitlichen Ansatz zur Strategieentwicklung auf der Ebene von Geschäftseinheiten dar. Daten und Informationen aus den drei Bereichen Markt, Wettbewerb und Unternehmenskompetenzen werden systematisch gesammelt, analysiert und bewertet [...]

Beim Decision Support System (DSS) handelt es sich um ein System, das zur Findung von Entscheidungen unterstützend Verwendung findet. Es ist in der Lage, Problemherde zu identifizieren und Lösungen dafür zu finden [...]

s.h. generische Wettbewerbsstrategien

Die Erfahrungskurvenanalyse ist ein Instrument des strategischen Controllings. Sie bildet den Zusammenhang zwischen Absatzerfolg und Produktionskosten ab [...]

Der Führungsprozess – auch als Managementprozess bezeichnet – ist ein ständiger Kreislauf, in dem Führungskräfte in Unternehmen die jeweiligen Geschäftsprozesse definieren und steuern. Der Führungsprozess kann sich auf die Führung des gesamten Unternehmens, aber auch auf die Führung einzelner Abteilungen oder Projekte beziehen [...]

Im Rahmen des Gegenstromverfahrens werden Unternehmensziele entwickelt und ihre Umsetzung geplant. Dazu werden auf der Führungsebene des Unternehmens zunächst die übergeordneten Ziele festgelegt, ohne dabei allerdings in die Details zu gehen [...]

Wettbewerbsstrategien stellen die Art und Weise dar, wie ein Unternehmen versucht, sich Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten zu sichern und am Markt zu behaupten. Nach Michael E. Porter (1980) werden drei grundlegende Strategietypen unterschieden [...]

Harte (quantitative) Daten sind Daten in numerischer Form, die sich exakt messen und quantifizieren lassen. Dadurch sind sie objektiv nachprüfbar. Harte Daten lassen sich mühelos in betriebswirtschaftlichen bzw. monetären Kennzahlen wie Kosten, Umsatz oder Auslastung ausdrücken [...]

Im Gegensatz zu den klassischen generischen Wettbewerbsstrategien nach Michael E. Porter, streben hybride Strategien sowohl Kosten- als auch Differenzierungsvorteile an. Nach dem zeitlichen Ablauf lassen sich zwei Arten von hybriden Wettbewerbsstrategien unterscheiden [...]

Die Investitionsplanung ist eng mit der strategischen Unternehmensplanung verknüpft. Dabei geht es nicht nur um die Identifizierung und Verwirklichung einzelner Investitionsprojekte, sondern vielmehr um das Erstellen eines kohärenten Investitionsprogramms [...]

Joint Ventures sind eine Form der strategischen Partnerschaft zwischen mindestens einem inländischen und einem ausländischen Unternehmen. Sie dienen der Erreichung eines bestimmten Zieles (z.B. der Entwicklung eines neuen Produkts oder der Verbesserung Marktposition) und werden in der Regel auf Zeit gebildet [...]

Key Performance Indicators (KPI) bzw. Schlüsselkennzahlen dienen der Definition und Messung des Erreichungsgrades von strategischen Unternehmenszielen. KPI können sowohl quantitative (z.B. Marktanteil, Wachstumsrate) als auch qualitative (z.B. Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterbindung) sein [...]

Mit dem strategischen Kompetenz-Mapping steht Unternehmen ein Instrument zur Verfügung, das Wissen und die Fertigkeiten ihrer Mitarbeiter systematisch zu erfassen, zu bewerten und langfristig weiterzuentwickeln, um daraus strategische Wettbewerbsvorteile ziehen zu können [...]

s.h. generische Wettbewerbsstrategien

Die Lebenszyklusanalyse dient dazu, die unterschiedlichen Phasen im "Leben" eines Produktes näher zu beleuchten. Diese beginnen mit der Einführung, dann folgen in der Regel Wachstum und Reife. Irgendwann ist der Markt dann gesättigt, das Produkt veraltert und „stirbt“ letztendlich [...]

Marktsegmentierung beschreibt die Aufteilung eines Gesamtmarktes für eine Leistungsart in mehrere Teilmärkte (Segmente). Die Segmente sollten möglichst klar voneinander abgrenzbar und in sich jeweils homogen sein. Marktsegmentierung kann sowohl nach Produkten als auch nach Kundengruppen erfolgen. Hierzu können unterschiedliche Kriterien angelegt werden [...]

Der Begriff „Megatrends“ wurde von dem amerikanischen Trend- und Zukunftsforscher John Naisbitt (1982) geprägt, der ebenfalls den Begriff der „Globalisierung“ bekannt gemacht hat. Unter Megatrends versteht man globale, langfristige und tiefgreifende Transformationsprozesse [...]

Die Unternehmensmission richtet sich an die Kunden. Sie sollen wissen und erfahren, wofür das Unternehmen nach seinem eigenen Anspruch steht und was die langfristige Zielsetzung ist. Damit ist die Mission des Unternehmens die Antwort auf die Frage „Wie wollen wir von unseren Kunden gesehen werden?" [...]

Nearshoring, meist bezeichnet als Nearshore-Outsourcing, leitet sich von dem Begriff Offshore-Outsourcing ab und bezeichnet die Auslagerung von betrieblichen Aufgaben und Prozessen an ein Drittunternehmen in einem nahegelegenen Niedriglohnland [...]

Offshoring bezeichnet die Verlagerung von betrieblichen Aufgaben und Prozessen ins Ausland. Zu unterscheiden ist zwischen internem und externem Offshoring. Ersteres bezieht sich auf die Verlagerung von Funktionen innerhalb eines international operierenden Unternehmens [...]

Beim Outsourcing werden betriebliche Aufgaben und Prozesse an Drittunternehmen auslagert. Indem Leistungen, die auch intern erbracht werden könnten oder gewöhnlich bisher erbracht wurden, an darauf spezialisierte, externe Dienstleister übertragen werden, werden Ressourcen (Finanzen, Arbeitskraft, Arbeitszeit, Produktionsstätten) freigesetzt [...]

Der Begriff der Planungseinheit wird in der strategischen Unternehmensplanung unterschiedlich eingesetzt. Zum einen kann eine Organisationseinheit innerhalb des Unternehmens eine Planungseinheit sein. Die oberste Planungseinheit ist dann die Geschäftsleitung [...]

Eine Portfolio-Analyse ist eine Methode, mit der Unternehmensstrategien identifiziert oder auf ihre Zweckmäßigkeit hin überprüft werden können. Sie setzt sich grundsätzlich zusammen aus der Umweltanalyse und der Unternehmensanalyse [...]

s.h. weiche Daten

s.h. harte Daten

Risikomanagement ist grundsätzlich definiert als die systematische Erfassung und Bewertung der Risiken, die auf ein Unternehmen von innen und von außen wirken und als die Steuerung der Reaktionen auf diese Risiken. Ein solides Risikomanagement umfasst zunächst die Festlegung von Zielen [...]

Scrum (eng. "Gedränge") ist eine Methode der agilen Softwareentwicklung. Ihre wesentlichen Kennzeichen: Zu Beginn der Entwicklung stehen keine vollständig formulierten, unumstößlichen Anforderungen. Scrum-Projekte starten mit einer Vision, einer groben Vorstellung von dem, was die Software später leisten soll [...]

Eine Managementphilosophie, die auf die Maximierung der Interessen aller Anspruchsgruppen (Kunden, Mitarbeiter, Anteilseigner, Zulieferer, Gesellschaft) abzielt. Die Fähigkeit des Unternehmens, bei der Entwicklung und Formulierung von Unternehmenszielen die Interessen und Bedürfnisse aller Anspruchsgruppen [...]

Eine Stärken/Schwächen-Analyse bewertet die innerbetrieblichen Stärken und Schwächen des Unternehmens. Sie wird auch als Unternehmensanalyse bezeichnet und ist dann die interne Analyse, mit der die Stärken und Schwächen des Unternehmens in Form einer Selbstbeobachtung untersucht werden [...]

Strategic Intelligence ist ein systematischer, kontinuierlicher und IT-gestützter Prozess, um legal zugängliche, strategisch relevante Informationen über das interne und externe Unternehmensumfeld zu sammeln, analysieren und zu verbreiten [...]

Die Strategie eines Unternehmens umfasst im Wesentlichen die Planung der langfristigen Ziele. Eine Unternehmensstrategie spiegelt damit die mittelfristigen und die langfristigen Ziele wider, wobei der Zeithorizont für langfristige Ziele meist bei vier bis acht Jahren liegt [...]

Strategische Allianzen sind formale, langfristig angelegte Partnerschaften zwischen Unternehmen, die mit dem Ziel eingegangen werden, individuelle Stärken zu bündeln bzw. individuelle Schwächen zu kompensieren, um Wettbewerbsvorteile zu sichern und Risiken zu teile [...]

Strategische Modelle können sehr unterschiedlicher Art sein – doch sie verfolgen am Ende ein gemeinsames Ziel. Sie sind Hilfsmittel im Strategieprozess eines Unternehmens, sie helfen bei der Entwicklung der Strategie, bei der Implementierung, bei der Umsetzung und der späteren Kontrolle [...]

Die strategische Planung eines Unternehmens ist ein kontinuierlicher Prozess, mit dem die grundsätzliche Richtung eines Unternehmens festgelegt wird. Dabei sind Fragen von Bedeutung, welche Potenziale es zukünftig zu nutzen gilt, welcher Weg dazu einzuschlagen ist und welche Ressourcen nötig sind [...]

Die SWOT-Analyse (eng. "Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats") dient der Identifizierung und Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken einer Unternehmung. Während sich die Stärken und Schwächen aus der Analyse der unternehmensinternen Prozesse ergeben [...]

Die Szenarioanalyse ist eine qualitative Methode, mit deren Hilfe systematisch mehrere alternative Zukunftsbilder von Problemfeldern entworfen und in ihrer jeweiligen Entstehung für andere nachvollziehbar gemacht werden können (Götze, 1991). Bei Szenarien handelt es sich nicht um Prophezeiungen oder Utopien, sondern vielmehr um die logische Fortsetzung heutiger Gegebenheiten [...]

Qualitative Methode zur aktiven Beobachtung, Analyse und Interpretation von Veränderungen und Strömungen im gesellschaftlichen, ökonomischen und technologischen Unternehmensumfeld. Genauer untersucht werden dabei die Treiber, Schlüsselfaktoren sowie die aktuellen und möglichen zukünftigen Wirkungszusammenhänge [...]

Die Umfeldanalyse wird durchgeführt, um verschiedene Umfeldfaktoren und deren möglichen Einfluss auf ein Unternehmen zu bestimmen. Auf der Grundlage einer entsprechenden Umfeldanalyse sind Unternehmen besser in der Lage, ihre künftigen Chancen und Risiken am Markt einzuschätzen [...]

Ein Unternehmen dürfte langfristig nur dann erfolgreich am Markt sein, wenn sich seine Mitarbeiter mit ihm identifizieren. Sie wollen einen Sinn in ihrer Arbeit sehen, sie wollen selbständig Entscheidungen treffen und handeln. Nur dann wird eine emotionale Bindung zum Unternehmen entstehen [...]

Weiche (qualitative) Daten sind Daten, die sich nicht oder nur schwer messen, quantifizieren und in Kennzahlen ausdrücken lassen. Sie sind subjektiv und bedürfen in der Regel der Interpretation. Dadurch werden weiche Daten oft als weniger verlässlich empfunden als harte Daten. Weiche Daten haben beschreibenden Charakter und liegen unstrukturiert in Text- oder Bildform vor [...]

Bei der Erstellung von Leistungen oder Produkten in einem Unternehmen sind verschiedenste Fachfunktionen beteiligt. Die Erstellung der Leistungen beginnt meist mit der Anlieferung der für das Endprodukt benötigten Rohstoffe, setzt sich in den verschiedenen Produktionsabteilungen fort und endet mit der Auslieferung des fertigen Produktes an den Kunden [...]

s.h. generische Wettbewerbsstrategie, hybride Wettbewerbsstrategien

s.h. Szenario-Analyse