Benchmarking

Benchmarking ist ein Verfahren, mit dem das Produkt oder die Prozesse eines Unternehmens mit den besten der Konkurrenz verglichen werden. Damit liefert das Benchmarking eine solide Einschätzung, wie gut die eigenen Produkte und Prozesse im Vergleich zur Konkurrenz tatsächlich sind. Gleichzeitig kann damit das vorhandene Optimierungspotenzial identifiziert werden.

Benchmarking sollte auf systematische Art und Weise kontinuierlich durchgeführt werden, damit es dem Unternehmen einen echten Mehrwert bietet. Es zielt auf die Identifikation von Verbesserungsmöglichkeiten und der nachfolgenden Umsetzung der Potenziale ab.

Gleichzeitig kommt ihm in gewisser Weise eine Motivationsfunktion zu, da der Vergleich mit den Besten der Branche ein echter Ansporn für das eigene Unternehmen sein kann, noch besser zu werden. Damit kann Benchmarking sehr gut als Annäherung an die Top Unternehmen einer Branche genutzt werden, doch es kann auch zur Schaffung von Wettbewerbsvorteilen zum Einsatz kommen.

Der Benchmarking Prozess besteht aus vier Phasen – der Planung, der Datensammlung, der Analyse und der Umsetzung. Zur Planungsphase gehören die Analyse der eigenen Stärken und Schwächen sowie die Auswahl der Kriterien für das Benchmarking. Die Datensammlung über den Benchmarking Partner kann auf Basis von internen Daten, aber auch mit Hilfe von öffentlichen Informationsquellen wie Datenbanken, Handelskammern und ähnlichem erfolgen. Diese Datensammlung kann durchaus schwierig werden, wenn der Zugang aufgrund einer direkten Konkurrenzsituation erschwert ist. Auf der Basis der gesammelten Daten erfolgt schließlich die Analyse der Daten über den Benchmarking Partner. Aus der Analyse und dem Vergleich der eigenen Daten mit dem Benchmarking Partner ergibt sich das Verbesserungspotenzial sowie die Möglichkeiten zur Umsetzung. Hier ist regelmäßig zu beachten, dass dies zu Neuerungen im Unternehmen führen wird. Neuerungen und Innovationen bieten eine Fülle von Konfliktpotenzialen, so dass es mit der alleinigen Identifikation der Verbesserungsmöglichkeiten nicht getan ist. Die Verbesserungen sind zu identifizieren und je nach Art vor der Umsetzung zu konzeptionieren. Erst dann steht die eigentliche Umsetzung an, der immer ein solides Change Management vorangehen sollte um die Mitarbeiter rechtzeitig in die anstehenden Neuerungen einzubinden. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass neue Produkte und Prozesse schon vor der Einführung abgelehnt werden, womit jedes Benchmarking an Schlagkraft verliert.

Lesen Sie auch unseren Blogbeitrag zum Thema Benchmarking

zurück