Investitionsplanung

Die Investitionsplanung ist eng mit der strategischen Unternehmensplanung verknüpft. Dabei geht es nicht nur um die Identifizierung und Verwirklichung einzelner Investitionsprojekte, sondern vielmehr um das Erstellen eines kohärenten Investitionsprogramms, um die für die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie erforderlichen Ressourcen bereitzustellen. Unterschieden werden folgende Investitionsarten: Erst- oder Neuinvestitionen, Ersatzinvestitionen, Rationalisierungsinvestitionen, Erweiterungsinvestitionen, Desinvestitionen sowie Investitionen aufgrund behördlicher Auflagen („obligate Investition“).

Der Investitionsplanungsprozess läuft typischerweise in mehreren Phasen ab (Schulte, 1986):

  • Anregung der Investition und Beschreibung des Investitionsproblems
  • Entscheidungsvorbereitung: Diese Phase beinhaltet das Aufstellen von Handlungsalternativen, das Sammeln von entscheidungsrelevanten Daten und Informationen (quantitative und      qualitative), die Prüfung auf Vereinbarkeit mit den Unternehmenszielen und gesetzlichen Vorschriften sowie technische und wirtschaftliche Durchführbarkeit, die Durchführung einer Wirtschaftlichkeitsrechnung für die verbleibenden Handlungsalternativen sowie die Berücksichtigung von Interdependenzen, weichen Faktoren und Unsicherheiten
  • Investitionsentscheidung
  • Investitionsdurchführung
  • Investitionskontrolle (laufend und nachfolgend)

Das Ergebnis der Investitionsplanung ist ein Investitionsplan, der die für den Planungszeitraum geplanten Investitionen des Unternehmens aufstellt. Der Investitionsplan geht in den Finanzplan ein.


 

Literatur

Schulte, K.-W. (1986). Wirtschaftlichkeitsrechnung (4.Aufl.). Heidelberg: Physica-Verlag.

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