Kompetenz-Mapping

Mit dem strategischen Kompetenz-Mapping steht Unternehmen ein Instrument zur Verfügung, das Wissen und die Fertigkeiten ihrer Mitarbeiter systematisch zu erfassen, zu bewerten und langfristig weiterzuentwickeln, um daraus strategische Wettbewerbsvorteile ziehen zu können (Simon & von der Gathen, 2002, S. 50 f.).

Kompetenz-Mapping erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst werden alle  in der Organisation vorhandenen Kompetenzen aufgelistet und katalogisiert. Dies beinhaltet sowohl funktionale Kompetenzen zur Ausübung bestimmter Tätigkeiten als auch soziale Kompetenzen, wie Teamfähigkeit oder Führungsstärke. Anschließend werden die Kompetenzen analysiert und bewertet. Dabei gilt es folgende Fragen beantwortet werden: Wie wichtig sind die Kompetenzen für das Unternehmen und dessen weitere Entwicklung? Wie gut sind die Kompetenzen ausgeprägt im Vergleich zur Konkurrenz (Benchmarking)? Welche Kompetenzen fehlen oder sind unterentwickelt („Skill Gap“)? In einem letzten Schritt werden geeignete Maßnahmen abgeleitet. Derlei Maßnahmen können grundsätzlich in vier Richtungen gehen: 1) die Schärfung und Weiterentwicklung der Kompetenzen der vorhandenen Mitarbeiter (z.B. durch Fortbildungen oder den Aufbau von internen Informationssystemen und –diensten), 2) die Einstellung neuer Mitarbeiter, die über die benötigten Kompetenzen verfügen, 3) das Outsourcing von weniger relevanten Kompetenzen (Konzentration auf Kernkompetenzen) und 4) das Eingehen strategischer Partnerschaften mit anderen Unternehmen, um fehlende Kompetenzen schnell und effektiv zu kompensieren.

Kompetenz-Mapping ist eine wichtige Managementaufgabe, die zur Transparenz und langfristigen Steuerung der im Unternehmen benötigten Kompetenzen beiträgt.



Literatur

Simon, H, & von der Gathen, A. (2002). Das Grosse Handbuch der Strategieinstrumente: Werkzeuge für erfolgreiche Unternehmensführung. Frankfurt a.M.: Campus.

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