Strategieprozess

Die Strategie eines Unternehmens umfasst im Wesentlichen die Planung der langfristigen Ziele. Eine Unternehmensstrategie spiegelt damit die mittelfristigen und die langfristigen Ziele wider, wobei der Zeithorizont für langfristige Ziele meist bei vier bis acht Jahren liegt, die mittelfristige Zeitplanung dagegen auf einem Zeitraum von zwei bis vier Jahren aufbaut. Im Zusammenhang mit der Strategie eines Unternehmens wird oft auch von der Vision oder dem Unternehmensleitbild gesprochen.

Der Unternehmensstrategie nachgeordnet sind weitere Teilstrategien wie die Marketingstrategie, die Finanzierungsstrategie und die Produktstrategie. Sie sind eher auf der mittelfristigen Ebene oder auf der operationellen, kurzfristigen Ebene angesiedelt. Eine Unternehmensstrategie soll das Aktivitätsfeld oder die Domäne des Unternehmens identifizieren. Sie ist konkurrenzbezogen und legt die Handlungen in Bezug auf die Konkurrenz fest, das bedeutet, sie legt die Möglichkeiten der Imitation, der Kooperation, der Dominanz oder der Abgrenzung fest. Strategien sollen auch Bezug nehmen auf die Umweltsituation sowie auf die jeweiligen Chancen und Risiken. Sie erfassen die Ressourcen eines Unternehmens sowie die Stärken und Schwächen im Verhältnis zur Konkurrenz. Doch Strategien sind immer auch beeinflusst von den Einstellungen, Wünschen und Wertvorstellungen derjenigen, die sie entwickeln – das heißt, der wichtigsten Entscheidungsträger. Strategien sind von elementarer Bedeutung für die Vermögenslage und die Ertragslage des Unternehmens und haben weitreichende Konsequenzen für die gesamte Situation des Unternehmens. Sie sollten außerdem das Ergebnis eines systematischen Planungsprozesses sein. In der einschlägigen Literatur ist der Begriff des Strategieprozesses unterschiedlich definiert. Er besteht aber im Wesentlichen aus den Phasen der Strategiefindung, der Strategieformulierung, der Strategieimplementierung, der Strategiekommunikation und des Strategiecontrollings. Im Rahmen der Strategiefindung gilt es, sich von Seiten der Unternehmensleitung über die zukünftige Strategie klar zu werden. Mit Hilfe der Strategieformulierung muss sie eindeutig und nachvollziehbar formuliert und dokumentiert werden. Es folgt die Strategieimplementierung, mit der sie im Unternehmen eingeführt wird. Mit der Einführung muss sie gleichzeitig im Unternehmen entsprechend kommuniziert werden, denn spätestens jetzt gilt es, die Mitarbeiter in die jeweiligen Ziele und Überlegungen einzubeziehen. Nur dann kann eine Strategie langfristig erfolgreich in einem Unternehmen implementiert werden. Das Strategiecontrolling schließlich hilft dabei, die ursprünglich geplanten Ziele hinsichtlich ihrer Umsetzung zu überprüfen und mögliche Abweichungen und darauf aufbauend eine neue, vielleicht angepasste Strategie zu entwickeln.

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