SOLYP-Blog

Die Popularität der SWOT-Analyse in Lehre und Unternehmenspraxis ist nach wie vor ungebrochen. Es findet sich wohl kaum ein Standardwerk zur strategischen Planung, das ihr nicht ein zentrales Kapitel widmet. Aus den Service-Portfolios von Unternehmensberatungen ist sie fast schon nicht mehr wegzudenken. Laut einer Umfrage von PWC aus dem Jahr 2010, spielt die SWOT-Analyse bei über der Hälfte der deutschen Großunternehmen eine wichtige Rolle im strategischen Planungsprozess. Die große Beliebtheit der SWOT-Analyse beruht sowohl auf ihrer Einfachheit als auch auf dem Umstand, dass sie immer wieder als das „Herzstück“ der Strategieentwicklung dargestellt wird.

In der Betriebswirtschaft wird traditionell zwischen harten und weichen Daten unterschieden: Harte (quantitative) Daten sind Daten in numerischer Form, die sich exakt messen und quantifizieren lassen. Dadurch sind sie objektiv nachprüfbar. Harte Daten lassen sich mühelos in betriebswirtschaftlichen bzw. monetären Kennzahlen wie Kosten, Umsatz oder Auslastung ausdrücken.

„Agile Planung" – eine Anforderung an den strategischen Planungsprozess, die heute jeder Strategieverantwortliche an seinen Prozess hat und haben muss. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die 12. Jahreskonferenz Strategisches Management von Horváth & Partners diesen Fokus gesetzt hat und unter dem Motto „Strategische Steuerung in turbulenten Zeiten: Wie Strategen ihre Unternehmen auf Marktveränderungen einstellen" stattfand. Als Kooperationspartner hat es uns besonders gefreut, dass wir drei unserer Kunden als Referenten vermitteln konnten: Herr Martin Damm der Otto Group GmbH & Co. KG, Jörg Klasen von der EnBW Energie Baden-Württemberg AG und Dr. Andreas Jerschenksy der ALTANA AG haben über ihren strategischen Planungsprozess gesprochen und über die Herausforderungen, die man in der heutigen, schnelllebigen Zeit stemmen muss.

In unserem letzten Blogbeitrag haben wir Ihnen bereits das Buch Understanding Michael Porter: The Essential Guide to Competition and Strategy von Joan Magretta wärmstens ans Herz gelegt. Darin enthalten ist u.a. ein Interview mit dem berühmten Managementvordenker, in dem er häufig gestellte Fragen von Managern und Strategieverantwortlichen beantwortet. Dieses Interview ist kürzlich in adaptierter Form nochmals in der Fachzeitschrift Strategy & Leadership erschienen. Für all jene, die noch keine Gelegenheit hatten, das Interview zu lesen, oder lieber auf die deutsche Übersetzung des Buches warten wollen, möchten wir an dieser Stelle schon einmal die wichtigsten Managementtipps von Michael Porter zusammengefasst wiedergeben:

Wenn von dem amerikanischen Wirtschaftsprofessor und Unternehmensberater Michael Porter die Rede ist, reiht sich in der Regel ein Superlativ an den nächsten. Porter gilt als der Papst unter allen lebenden Managementgurus, als weltweit einflussreichster Managementtheoretiker und als Vater der modernen Strategielehre. Berühmt geworden ist er durch seine Arbeiten zum Thema Strategie und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, Branchen und Volkswirtschaften. Die von ihm entwickelten Theorien und Modelle wie Wettbewerbsvorteil (Competitve Advantage), Wertkette (Value Chain) und Fünf Kräfte (Five Forces), dürften jedem angehenden Manager ein Begriff sein. Die Harvard Business School hat ihm mit dem Institute for Strategy and Competitiveness gleich ein ganzes Institut gewidmet, das seine Forschungsarbeit weiter vorantreibt und Wissenschaft und Praxis zugänglich macht.