SOLYP-Blog

Einblicke in konkrete Strategieprozesse, ein reger Gedankenaustausch und ein inspirierendes Ambiente – mit diesen Tugenden überzeugte auch das 3. Best Practice Meeting, zu dem sich rund 20 Strategieverantwortliche aus unterschiedlichsten Branchen in der Villa Kennedy in Frankfurt trafen. Thomas Herrlinger, Leiter Strategische Unternehmensentwicklung & Investor Relations der Schuler AG, stellte als Gastredner den Strategieprozess des traditionsreichen Maschinenbauers vor und lud Kolleginnen und Kollegen zur Diskussion ein.

Als ich vor kurzem die Visits unseres Strategie-Blogs unter die Lupe nahm, musste ich mir verwundert die Augen reiben: Fast 40% aller Besucher hatten den Beitrag über John Kotters 8-Stufen-Modell angeklickt! Und das, obwohl wir in den letzten Monaten viele andere, auf den ersten Blick modernere Strategie-Modelle vorgestellt und diskutiert hatten... 

Organisationen finden sich in einem zunehmend härter werdenden Wettbewerb. Jene, die sich den oftmals noch ungewissen Herausforderungen der Zukunft proaktiv stellen und Veränderungen sowie Innovationen unentwegt vorantreiben, wissen, dass ihr zukünftiger Erfolg bereits heute von den Handlungsmöglichkeiten ihrer Belegschaftsmitglieder abhängig ist. Nur mit MitarbeiterInnen, die sich in schwierigen oder gar problematischen Situationen rasch zurecht finden und adäquat agieren können, lässt sich der Wettbewerbsvorsprung der Zukunft sichern. Die Personalentwicklung wird demnach ein immer wichtigerer Bereich, der zunehmend als Partner in der Umsetzung strategischer Vorhaben geschätzt wird...

Im Rahmen der Einführung bzw. Überarbeitung eines strategischen Planungsprozesses in mittleren und großen Unternehmen ist eine der zentralen Fragen, die es zunächst zu klären gilt, die nach der Planungsrichtung. Grundsätzlich lassen sich drei alternativen Planungsrichtungen unterscheiden: die Top-down-Planung, die Bottom-up-Planung und die Planung nach dem Gegenstromverfahren. Welche davon für ein Unternehmen die geeignetste ist, hängt in erster Linie von der jeweiligen Unternehmenskultur ab...

Unternehmen verfügen in der Regel über eine Vielzahl von Ressourcen und Fähigkeiten—finanzielle, humane, organisatorische, physische, technologische. Für den Strategen stellt sich hier die Frage, welche davon sog. Kernkompetenzen sind, die einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz begründen. Eine gute Methode dies herauszufinden ist die VRIO-Analyse, die 1991 von Jay B. Barney, dem Begründer der Ressourcentheorie, erstmals entwickelt und seitdem stetig verfeinert wurde.