Aktives Risikomanagement als Wettbewerbsvorteil für Unternehmen

Freitag, 01. März 2019

Aktives Risikomanagement
als Wettbewerbsvorteil für Unternehmen

Längst sollten Unternehmensrisiken und der Abgleich mit der eigenen Strategie sowie dem Geschäftsmodell einen wichtigen Platz auf der Management-Agenda einnehmen. Denn heutzutage wird es immer wahrscheinlicher, dass das eigene Unternehmen durch Cyber-Attacken, Finanzkrisen, Umweltfaktoren und andere Gefährdungen Schaden nehmen kann. Um darauf bestens vorbereitet zu sein oder – noch besser – sich davor zu schützen, sollten Unternehmen ihr Risikoprofil genauestens kennen und analysieren.

Doch warum wissen noch zu viele zu wenig bis gar nichts über ihre größten Risiken und wie können sie diese herausarbeiten, bewerten und kontrollieren? Und wie kann jeder einzelne Mitarbeiter dazu beitragen, die Gefahren für das eigene Unternehmen zu minimieren? Wir glauben, dass das Übel an der Wurzel zu packen ist: Es gilt, die Ursachen zu erforschen und zu beheben. Nur so können sich Unternehmen langfristig am Markt halten und ihr Unternehmen strategisch erfolgreich führen.

Ursachen für fehlendes Risikomanagement in Unternehmen

Risiko Lupe webPer se gehen Unternehmen täglich Risiken ein. Diese zu kennen, erleichtert die Bewertung und den Umgang mit den potenziellen Gefährdungen. Welche größten Risiken gibt es und wie kann man sich auf den Fall vorbereiten, das sie eintreten? Betroffen können alle Bereiche eines Unternehmens sein: Vertrieb, Einkauf, Personalmanagement usw.

In kleinen und mittelständischen Firmen bergen derzeit laut Allianz Risk Barometer 2018 vor allem Cyber-Vorfälle und Betriebsunterbrechungen das größte Risikopotenzial. Zudem ist der Befragung nach die Angst vor Wetterereignissen am stärksten angestiegen: „Rekordverdächtige Schäden aus Überschwemmungen und Stürmen treiben zudem Naturkatastrophen zurück auf die Agenda der Risikomanager in Deutschland.“


Enorm bereichernd bei der Risikoidentifikation ist für Unternehmen die Schwarmintelligenz: Jeder Mitarbeiter verfügt über unterschiedliches Wissen sowie Informationen über seine Umwelt und teilt dieses wiederum in der Regel mit Kollegen aus seinem direkten Umfeld, jedoch selten mit der Geschäftsführung oder den Kollegen aus der Strategieabteilung. Mitunter erhalten Mitarbeiter, die in verschiedenen Geschäftsstellen und Regionen arbeiten, wichtige Anhaltspunkte und schätzen aufgrund ihres Wissenstands Punkte als Risiko ein, die die Geschäftsführung nicht im Blick hat. Um dieses dezentral verstreute Wissen zu bündeln, können Unternehmen ihren Mitarbeitern softwaregestützt die Möglichkeit bieten, das eigene Wissen zu digitalisieren und je nach Position im Unternehmen ihre verfügbaren Informationen Top-down oder Bottom-up weiterzureichen.

Wie relevant und wahrscheinlich ein Risiko ist, sollte möglichst objektiv bewertet werden. Zur Risikoanalyse können Tools wie die Intelligente Strategie-Software SOLYP3 Entscheider unterstützen, indem entscheidungsrelevante Informationen verdichtet werden und so die wichtigsten Risikofaktoren für das eigene Unternehmen auf einen Blick ersichtlich sind. Wichtig für eine fundierte Risikobewertung sind zudem aktuelle Markttrends, die in die strategischen Entscheidungen ebenso einfließen sollten. Auch können direkt verschiedene Risikoszenarien durchgespielt werden und somit sind deren Folgen bereits im Vorfeld abzusehen. Bereits zu diesem Zeitpunkt können Unternehmer Risiken gezielt vermeiden oder geeignete Maßnahmen ausformulieren und – falls nötig – dafür notwendige Prozessänderungen einleiten.

Doch den meisten Firmen fehlt schlichtweg eine klar definierte Risikomanagement-Strategie. Natürlich kann man als Unternehmen nicht alle Gefährdungspotenziale genauestens vorhersehen. Dennoch sind diejenigen mit aktivem Risikomanagement eher in der Lage, schnell, effizient und richtig auf Gefahren zu reagieren, um so die Schäden so gering wie möglich zu halten.

Risiken minimieren und in Chancen umwandeln
 
Chance nutzen web

„Letztendlich funktioniert die Etablierung einer weitreichenden Risikomanagementstrategie aber nur durch die Mithilfe aller Mitarbeiter. Das heißt, der Schutz von Informationen muss in allen Organisationsbereichen greifen und als Teil der Unternehmenskultur verstanden werden. Von der Initialzündung durch die Geschäftsführung bis zur Umsetzung und Überwachung in der gesamten Organisation“, so RiskNET. Wenn jeder Mitarbeiter offensiv mit Unternehmensrisiken umgeht, kann dies in Summe zu einem Imagegewinn führen und einstige Risikofaktoren in enorme Chancen im täglichen Wettbewerb umwandeln.


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