Trendmonitor 2019: schneller, höher, weiter

Mittwoch, 16. Januar 2019

Trendmonitor 2019: 
schneller, höher, weiter

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie schnell technologische Trends entstehen und auch wieder in der Bedeutungslosigkeit versinken können – 2019 könnte Experten zufolge das schnellste Jahr aller Zeiten werden. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, sich alljährlich mit den neuesten Entwicklungen auseinanderzusetzen, denn nur so kann man Chancen und auch Risiken rechtzeitig erkennen und sich seinen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz sichern. Vorhang auf: Hier kommen unsere drei vielversprechendsten Technologie-Trends für 2019!

Autonomous Things: die nächste Entwicklungsstufe von KI

Roboter weiss webRoboter, die entgegen vieler düsterer SciFi-Szenarien für unsere Sicherheit sorgen, sind längst keine Zukunftsmusik mehr: Unternehmen wie Microsoft und Uber verwenden sie bereits, um Parkplätze und große Außenbereiche zu überwachen oder kriminelle Aktivitäten vorherzusagen. Diese KI-gesteuerten Roboter sind nur ein Beispiel für „Autonomous Things“, eine der Top-10-Technologien laut Gartner für 2019: „Unsere Zukunft wird von autonomen, intelligenten Geräten geprägt sein“, prognostizierte David Cearley, Vice President Analyst bei Gartner, auf dem Gartner Symposium in Orlando 2018.

Ob Autos, Roboter, Drohnen, Haushaltsgeräte oder landwirtschaftliche Maschinen: Die autonomen Technologien verwenden KI, um Aufgaben, die traditionell von Menschen ausgeführt werden, zu übernehmen. Dabei sollen die „Autonomous Things“ möglichst eigenständig und natürlich mit ihrer Umgebung interagieren – ein Ziel, das 2019 in greifbare Nähe rückt.

Unternehmen sollten beim Einsatz autonomer KI-Technologien ruhig experimentierfreudig sein, jedoch nicht vergessen, dass die Geräte aktuell noch bei weitem nicht mit menschlichen Gehirnen mithalten können: Sie funktionieren am besten für klar definierte Einsatzbereiche und sind in punkto Entscheidungsfindung, Intelligenz und selbstständigem Lernen oft noch auf menschliche Hilfe angewiesen.

Smart Analytics: Datenmengen clever nutzen
 
Datenchaos web

Es naht Rettung im Big-Data-Chaos: Neue Möglichkeiten der Datenanalyse sorgen 2019 dafür, dass endlich sinnvolle Schlussfolgerungen und Prognosen aus großen Datenmengen generiert werden können. Automatisierte Algorithmen können neue analytische Erkenntnisse liefern, verborgene Muster sichtbar machen und prägnante Hypothesen formulieren – ihr Vorteil: Sie sind im Gegensatz zu menschlichen Datenwissenschaftlern komplett vorurteilsfrei beim Betrachten der Datenmenge. 

Die intelligenten Analysewerkzeuge werden laut Gartner aller Voraussicht nach bis 2020 mehr als 40 Prozent  der Data Science-Aufgaben übernehmen – das erfreuliche Resultat: In vielen Unternehmen werden Effizienz und Produktivität in den kommenden Jahren steigen, da die Erkenntnisse aus analysierten Datenmengen für alle relevanten Nutzergruppen sofort verfügbar und anwendbar sind. Unser Tipp: Setzen Sie rechtzeitig auf Smart Analytics und intelligente (Strategie-)Software, um Ihrer Datenmengen Herr zu werden und nicht den Anschluss zu verlieren. 

Quantum Computing: neue Höchstleistungen für Computer

buchtisch webQuantencomputer arbeiten im Unterschied zu Digitalrechnern nicht auf Basis der Gesetze der klassischen Physik bzw. Informatik, sondern nutzen quantenmechanische Prinzipien – so können sie theoretisch an Millionen von Berechnungen gleichzeitig arbeiten. Um sich den Unterschied zwischen herkömmlichen Computern und Quantencomputern zu verdeutlichen, können Sie sich eine riesige Bibliothek mit Büchern vorstellen: Während ein klassischer Computer jedes Buch einzeln lesen müsste, könnte ein Quantencomputer alle Bücher gleichzeitig sichten und bewerten. 

Lange waren Quantencomputer ein überwiegend theoretisches Konzept, in den vergangenen Jahren haben aber immer mehr Computerfirmen ihre Entwicklung vorangetrieben. Die Kommerzialisierung von Quantum Computing schreitet also immer weiter voran und wird laut Gartner einige Branchen, wie beispielsweise das Finanz- und Gesundheitswesen, radikal verändern – der Technologiekonzern betont jedoch, dass sich Quantum Computing momentan noch im Entwicklungszustand befindet. Für Unternehmen ist daher 2019 ein guter Zeitpunkt, um ihr Verständnis für die neue Technologie zu vertiefen und sich mit potenziellen Anwendungsszenarien zu beschäftigen.

Fazit: ausprobieren mit Augenmaß

2019 hat wie die vergangenen Jahre auch einige spannende technische Neuerungen für uns – manche davon sind schon jetzt bereit, in unseren digitalen (Arbeits-)Alltag integriert zu werden, andere stecken noch in den Kinderschuhen. Für Unternehmen gilt weiterhin: Analysieren, diskutieren und ggf. ausprobieren – solange sie dabei das Thema Datenschutz im Blick behalten. Denn eins ist sicher: Verbraucher entwickeln ein immer größer werdendes Bewusstsein für den Wert ihrer persönlichen Informationen und beschäftigen sich zunehmend damit, wie diese von Unternehmen genutzt werden. Unser Tipp: Setzen Sie auf maximale Transparenz, wenn es um das Thema Datensicherheit und -verarbeitung geht – dann steht einem erfolgreichen Einsatz der aktuellen Technologien nichts mehr im Wege!