SOLYP-Blog

In einem Artikel erschienen im Inc. Magazine mit dem etwas reißerischen Titel "Why Women Are Great Strategic Planners ... And what men can learn from them" erklärt Jenn Houser, erfolgreiche Multiunternehmerin und Startup-Beraterin, den Unterschied zwischen einem vermeintlich „weiblichen“ und „männlichen“ Ansatz zur strategischen Planung. Als Anlass für den Artikel diente eine Unterhaltung der Autorin mit einem männlichen Jungunternehmer, der derart begeistert war von seinem Produkt, dass er darüber ganz vergessen hatte, ein solides Unternehmenskonzept zu entwickeln. Selbst über die wichtige Frage der Finanzierung hatte er sich keine Gedanken gemacht. Houser erklärte ihm daraufhin, dass er seine Firma ähnlich der stereotypischen männlichen Herangehensweise ans Autofahren plane: Nie anzuhalten, um nach dem Weg zu fragen, oder zu kontrollieren, ob man in die richtige Richtung fährt. Sie riet dem jungen Mann, wie eine Frau zu planen...

Während Unternehmensstrategien in der Regel auf den höheren Führungsebenen diskutiert und entwickelt werden, sind es die mittleren Manager und Mitarbeiter an der „Frontlinie", die diese Strategien in ihrer täglichen Arbeit faktisch umsetzen müssen. Dies können sie nur dann erfolgreich tun, wenn sie eine Strategie wirklich verstanden, ja geradezu verinnerlicht haben. Ansonsten droht selbst die ausgefeilteste Strategie im Sande zu verlaufen oder, im schlimmsten Falle, durch Entscheidungen vor Ort unterminiert zu werden. Es ist daher für den gesamten Strategieprozess von grundlegender Bedeutung, sicher zu stellen, dass die mit viel Aufwand entwickelte Strategie auch effektiv bis „in die letzten Winkel" des Unternehmens hinein kommuniziert wird.