SOLYP-Blog

Strategieentwicklung ist in vielen Unternehmen nach wie vor „Chefsache“. Die Unternehmensleitung gibt zentral eine Strategie von oben vor, die anschließend vom mittleren Management operativ umgesetzt wird. Eine Einbeziehung der Mitarbeiter in den Entscheidungsfindungsprozess findet häufig nicht statt. Ein positives Beispiel für ein Unternehmen, in dem dieser autokratisch-elitäre Ansatz in der jüngsten Vergangenheit gut funktioniert hat, ist Apple. Steve Jobs mit seinen kreativen Ideen und unternehmerischen Visionen hat Apple quasi „im Alleingang“ zum Weltmarktführer und  Innovationstreiber einer ganzen Branche gemacht. Nun hat aber leider nicht jedes Unternehmen eine so herausragende Persönlichkeit wie Steve Jobs an seiner Spitze. Auch Top-Manager sind nur Menschen, die strategischen Fehleinschätzungen unterliegen können, die schwerwiegende Folgen für den Erfolg eines Unternehmens haben können. Es mehren sich daher die Stimmen, Strategieentwicklung nicht auf einzelne Personen oder einen kleinen erlesenen Kreis an Verantwortlichen zu beschränken, sondern verstärkt auch das mittlere Management und die Mitarbeiter an der „Frontlinie“ in die Strategieentwicklung mit einzubeziehen.

Strategie-Videos auf YouTube

Mittwoch, 18. Januar 2012

Auf YouTube finden sich mittlerweile hunderte Videos zum Thema strategische Planung. Die meisten, wie könnte es anders sein, in englischer Sprache. Hier sind einige ausgewählte Videos, die wir für besonders sehenswert halten...

Der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung einer Unternehmensstrategie liegt darin, kontinuierlich die richtigen Fragen zu stellen, so Robert Simons, Professor an der Harvard Business School. In seiner langjährigen Forschungs-, Lehr- und Beratertätigkeit in den Bereichen Strategieimplementierung und Organization Design hat Simons sieben häufige und branchenunabhängige Problemfelder identifiziert, die die erfolgreiche Umsetzung von Unternehmensstrategien untergraben können. Daraus hat er einen Fragenkatalog entwickelt, der Managern dabei hilft, Schwächen ihrer Unternehmensstrategie und deren Implementierung auszumachen und kluge Entscheidungen zu treffen.

Das Konzept der strategischen Planung stammt ursprünglich aus dem Militärwesen und fand Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals Einzug in die betriebswirtschaftliche Theorie und Praxis. Es ist daher nicht überraschend, dass in der modernen Managementliteratur vielfach Parallelen zwischen unternehmerischer und militärischer Strategieführung gezogen werden und der Versuch unternommen wird, Lehren aus der Militärgeschichte für gegenwärtiges unternehmerisches Handeln abzuleiten. Dabei fällt der Blick gerne auf berühmte Feldherren und Generäle vergangener Zeiten, deren Vorbildfunktion für heutige Manager hervorgehoben wird.

Eine Frage, die viele Strategieverantwortliche umtreibt, ist, in welchem Zeithorizont geplant werden sollte: 1, 2, 3, 5 oder gar 10 Jahre? Leider lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Ob ein kurz-, mittel- oder langfristiger Planungszyklus angemessen ist, hängt im Wesentlichen von der Erkennbarkeit der Zukunft des Unternehmensumfeldes ab. Je besser man die Entwicklungen und Trends, die auf den Unternehmenserfolg einwirken, vorwegnehmen kann, desto weiter in die Zukunft lässt sich auch planen.